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    Die Pralinenkur
    Roman
    13. Januar 2014
    Taschenbuch
     288 Seiten
    ISBN: 978-3-442-74689-7
    € 8,99
    Verlag: btb 

    Buchinfo
    Evas Rezept für ein tolles Leben: Gutes Essen, Champagner, Schokolade, Sex
    Eva ist Anfang vierzig und genießt ihr Leben in vollen Zügen: gutes Essen, Champagner, Schokolade, guter Sex und die Liebe an und für sich. Zusammen mit einer Freundin betreibt sie sehr erfolgreich einen Cateringservice. Sie kocht leidenschaftlich gerne und ist eine vollkommene Genießerin. Ihr Herz gehört Damien, Kriegsfotograf und Typ einsamer Wolf, mit dem sie regelmäßig aufregende Stunden verbringt, bis er mal wieder für Wochen ohne ein Lebenszeichen in das nächste Krisengebiet verschwindet. Eva wähnt ihr Leben perfekt, bis Damien sie plötzlich verlässt. Nach anfänglichem Schock beginnt sie mit Hilfe eines unkonventionellen Psychotherapeuten und jeder Menge selbstgemachter Pralinen, sich selbst, den Männern und der Liebe ein Stückchen näher zu kommen …
    Autoreninfo
     Marian Mudder begann ihre Karriere auf der Bühne. Sie ist in ihrer niederländischen Heimat als Serienschauspielerin bekannt geworden, bevor sie mit dem Schreiben begann. "Die Pralinenkur" ist der erste Roman, der auf deutsch erscheint.
    Meine Meinung
    Ja, das ist ein Buch, das man erst so gar nicht erwartet. Das Cover macht neugierig, der Titel macht neugierig und die Aussicht auf tolle Rezepte erst recht.
    Ich bin mir noch etwas unschlüssig, ob das Buch meine Erwartungen erfüllt. Eigentlich mag ich Eva in ihrer manchmal schon sehr direkten und frivolen Art zu denken. Die Autorin erzählt uns eine Geschichte von einer Frau, die sich selbst verloren hat und wiederfindet. Und das auf eine, nun ja, sehr direkte Art.
    Anfang und Ende schliessen sich hier. Die Einleitung liest man, aber denkt erst wieder am Schluss daran. Nicht unbedingt schlecht, denn so bildet alles ein Kreis und Fragen werden nicht unnötig aufgeworfen. Mich selbst hätte es beim Lesen unruhig gemacht, wenn ich immer einen Zusammenhang mit dem Anfang gesucht hätte. So brauchte ich das nicht und konnte mich voll und ganz in Eva reinfühlen.
    Eva sucht Liebe. Berührungen und Geborgenheit ist etwas, was sie nicht immer bekam. Als sich ihre große Liebe aus Liebe zu ihr trennt, bricht sie zusammen. Nach und nach erfahren wir hier Geschichten ihrer Liebhaber. Ihre Art, es ihnen recht zu machen. Sie begreift, wie sehr sie ausgenutzt worden war und dann weggeworfen wurde. Sie verbiegt sich selbst für den Mann. Will ihm alles recht machen und vergißt sich dabei.
    Wir gehen hier auf eine Reise, die mit Vergangenheit und der Gegenwart verschmilzt. Auch wenn die Art nicht die Feine ist, aber Rache kann so schön sein. Ich weiß, meine Art wäre es nicht. Aber Eva hilft es in ihrem Schmerz um Damien. Nach und nach kommt ein alter Schmerz zutage, der ihr zeigt, wieso sie so ist, wie sie ist.
    Eva finde ich interessant. Sie ist sehr gut gezeichnet, obwohl mir immer ein Gesicht vor den Augen gefehlt hat. Allerdings kommt sie hier sehr egoistisch rüber, wo ich mich frage, ob das so gewollt ist. Desiree allerdings lebte vor meinen Augen und ist so ganz anders gestrickt.
    Dieses Buch konnte ich nicht in einem Flutsch lesen. Dabei fand ich den Schreibstil nicht schlimm. Vielleicht lag es an der wechselnden Kost. Durch die Aufteilung des Buches, wurde es mir erleichtert, in Etappen zu lesen. Die Frechheit in der Gedankenwelt von Eva und der lockere Bezug zum Sex sind manches Mal sehr direkt. Aber schlimm fand ich es jetzt nicht.
    Ja, leider fand ich hier nicht sonderlich viele Rezepte vor. Da hätte ich mir doch das ein oder andere mehr gewünscht, die mich reizen nachzukochen. Den Schokokuchen kannte ich schon, da hab ich selbst ein wirklich ähnliches Rezept. Und der ist Hammer. Ja schön wäre wirklich die Mayonaise gewesen, die hier ja auch immer wieder erwähnt wird. Aber nun gut.
    Schlussendlich ist es dennoch ein lesenswertes Buch. Es haut mich nicht um, erfrischt aber mit einer frivolen Direktheit.

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    Traum

    Sie ist schön. Sie ist böse. Sie ist Sophie Stone.
    Dieser Name passte wie die Faust aufs Auge. Er spiegelte Vergangenheit und Gegenwart ihrer Person wieder. Sophie für das nette Mädchen von nebenan, und Stone, für das Harte, das sie jedem spüren ließ. Aber in ihrem Herzen war sie der einsamste Mensch auf der Welt.
    Sie schaute auf. Der Himmel war grau. Wie jeden Tag. Nur dunkler konnte es noch werden. Die Sonne ließ sich schon sehr lange nicht mehr blicken.
    Die alte Burg, in der sie lebte, zerfiel immer mehr. Dieses Gemäuer diente ihnen nur als Unterschlupf. Dennoch sollten sie ein paar Ausbesserungen in Auftrag geben. Es gab doch zu viele Ecken, die kurz vor dem Zusammenfall waren. Allein hier in diesem großen Raum zog es überall. Feuchte Ecken taten ihr Übriges. Und es war schade, wenn alles zusammenfiel und sie eine neue Unterkunft suchen müssten. Diese Düsternis mochte sie. Die Schatten waren ihr neues Zuhause.
    Hinter ihr gluckste jemand und riss sie aus ihren Gedankenkarusell.
    Jemand saß am Tisch und las in irgendeiner Zeitung. Sie warf ihm einen finsteren Blick zu. Es schien ihn einen Heidenspaß zu machen, lautlos in ihre Räume zu schleichen. Das schaffte sonst niemand. Keiner durfte ungefragt in ihren Räumlichkeiten eintreten. Er wusste, dass nur er sich so ungehobelt in ihrer Gegenwart benehmen durfte. Angst vor Sophie hatte er nicht, aber wann seine Grenzen endeten, wusste er schon.
    Einen kleinen Moment gab sie sich der Betrachtung hin. Seine schwarzen Haare schienen ein Eigenleben zu besitzen und fielen ihm in die Stirn. Oft hatte sie das Bedürfnis, sie ihm aus seinem Gesicht zu streichen. Seine Augen waren grün und schienen je nach Laune ihre Schattierungen zu wechseln. Von dunklem Moosgrün bis zu einem leuchtendem Jadegrün war alles dabei. Sein Mund lud geradezu zum Küssen ein, und wenn er lachte, bildeten sich Grübchen neben seinen Mundwinkeln.
    „Sophie“, sagte er verschmitzt, „DAS solltest du lesen!“
    Seine Stimme passte so gar nicht zu ihm. Sie war so zart, weich und rau zugleich, dass jedem anderen wunderbare Schauer den Rücken runterrieselten. Bei ihr hinterließ es keine Spuren. Sie würde so gerne mehr empfinden, aber es ging über eine gewisse Leidenschaft und Begierde nicht hinaus.
    „Was soll das? Ich lese keine Zeitung“, antwortete Sophie leicht genervt. Immer wieder schleppte er das Altpapier an, obwohl er wusste, dass sie die nur zum Verheizen nutzte.
    Er kannte diese Reaktion und ließ sie kommentarlos im Raum stehen, nahm die Zeitung wieder auf und las lächelnd weiter. Er wusste, wie er ihr den letzten Nerv mit seiner ruhigen Art raubte. Amüsant, wie sie meist dabei aus ihrer Haut fuhr. Sie so aufbrausend wie ein Tornado und er das Sofa zum Ausruhen.
    Sie schmunzelte und betrachtete ihr Spiegelbild im Fenster. Diese Rangeleien, ob nun verbal oder körperlich, gehörten zu den Beiden. Sie spielten miteinander und niemand war das mehr klar, als Sophie.
    Sophie hatte lange goldblonde Haare, die ihr glänzend in Locken über den Rücken vielen. Es verlieh ihr was Engelhaftes, obwohl sie das nicht einmal im Ansatz war. Sie war gertenschlank, ohne dünn zu wirken. Sie kleidete sich immer gern in Schwarz und meist eng anliegend. Die Sachen schmiegten sich an ihren wohl gerundeten Körper und betonten ihre langen Beine, die sie in lange Stiefel steckte. Um das alles abzurunden, trug Sophie zu jeder Jahreszeit einen bodenlangen Ledermantel, der ihre ganze Gestalt noch mehr betonte.
    Sophie wusste, wie schön sie war und wie sie auf Männer wie auch Frauen wirkte. Früher war sie stolz darauf so auszusehen. Neid war ihr nicht unbekannt. Heute wusste Sophie es besser und hätte liebend gern den ein oder anderen Makel gehabt. Zuviel war passiert, dass sie erkennen ließ, wie unwichtig Schönheit war.
    Unwirklich und viel zu schön für diese Welt. Er stichelte sie gerne deswegen und dafür wollte sie ihn oft genug an den Kragen. Vielleicht würde er damit aufhören, wenn er ihre Geschichte kannte. Niemals würde irgendeiner sie erfahren. Das schwor sie sich immer wieder. Vergangenheit war Vergangenheit. Man sollte sie nicht wieder ausbuddeln. Erst recht nicht, wenn nur Schmerz dahinter verborgen lag.
    Sie wusste echt nicht, warum er immer noch bei ihr blieb. Er hatte einen Narren an ihr gefressen, warum auch immer. Wie ein Gummizug schnellte er immer wieder zu ihr zurück. Sophie wusste, dass es Zeiten gab, wo er gerne mehr für sie gewesen wäre. Aber an sich heran lassen konnte sie ihn nicht. Er gab sich damit zufrieden, und lebte so mit ihr in jeden neuen Tag hinein. Er kämpfte nicht um Sophie, aber so richtig gab er auch nicht auf. Irgendwas schien auf sie beide zu warten. Nur was es war, konnte keiner der Beiden in Worte fassen. Inzwischen bezweifelte sie, dass es sich um Liebe handelte. Es war nur ein Gefühl, aber das Schicksal hielt noch etwas für sie beide zurück.
    „Ach komm schon Sophie, es lohnt sich,“ hörte sie seine Stimme an ihr Ohr dringen.
    Langsam und verheißungsvoll stand er auf. Sie sah sein Muskelspiel zu, als er langsam auf sie zukam. Seine Augen versteckt hinter seinen Haaren. Auffordernd wedelte er mit dem Papier vor ihrer Nase.
    „Sophie, bitte lies doch. Hier!“
    Er sah in ihre Augen den Unwillen aufblitzen. Aber da war auch ein Fünkchen Neugier. Ganz langsam zogen sich seine Mundwinkel nach oben. Sophie gab auf und riss ihm die Zeitung aus der Hand.
    »Na gut«, brummte sie und zog erstaunt die Augenbrauen hoch, als ihr gleich die Schlagzeile auffiel.

    Lebensmüde! Unbekanntes Mädchen träumt von Sophie Stone!

    Darunter war ein Bild eines recht hübschen Mädchens abgebildet.
    'Was bildete sich diesen Mädchen ein?', dachte Sophie wütend, und ein leichtes Grollen löste sich aus ihrer Brust. Ihre Augen folgten dem Artikel nur widerwillig. Sie kannte das Mädchen nicht, aber wie kam es, dass sie von ihr träumte? Was hatte das alles zu bedeuten?
    Sophie musste das ändern. Es gab nur Unruhen, wenn sie da nicht zügig einschritt.
    „Hübsch die Kleine oder?“, E grinste sie frech an. War ja klar, dass er wieder anderes im Sinn hatte. Sie schlug ihn mit der Zeitung und ersparrte sich einen Kommentar.
    Jetzt musste sie handeln. Das Mädchen musste sie sofort vergessen. Also nahm sie ihren Mantel und stürmte hinaus. Dicht hinter ihr spürte sie ihn. Er folgte ihr unaufgefordert.
    Das Ziel war bekannt.
    Ein ungutes Gefühl ließ sie erschauern. Etwas würde schief laufen und dann war es nicht mehr unter ihrer Kontrolle.
    Diese Mädchen, so unschuldig, wie sie auch aussah, bedeutete Ärger. Sie wusste nur nicht, in welche Richtung es gehen würde. Sie sollten allesamt auf der Hut bleiben. Was auch immer sie nun tun wollte, es würde nicht richtig sein. Sie spürte es einfach. Es hing über ihr ihr wie ein Damokles-Schwert. Was auch immer passieren würde, Veränderungen lagen in der Luft. Sophie konnte nur nicht sagen, wie sie für sie aussehen würden.

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    Hilfe, wir sind umsingelt
    Abrechnung mit einer wunderlichen Spezies




    Taschenbuch
    160 Seiten
    ISBN: 978-3-442-38117-3
    8,99 EUR
    Verlag: Blanvalet
    16. September 2013
    Buchinfo
    Ein Single kommt immer allein
    Täglich treffen sie aufeinander: Paare und Singles. Zwei Lebensformen, die ihr Bestes geben, um eine friedliche Koexistenz zu führen. Doch was niemand ja laut zu äußern wagt: Singles nerven. Singles sind böse. Singles kommentieren und bestimmen das Paarleben. Sie haben mehr Sitzfleisch, als das Paar ertragen kann. Dabei wollen wir Paare keine Psychologen sein. Unsere Couch gehört uns. Und wir sind auch kein Begleitservice. Drei ist einer zu viel – und dieser Hut ist mindestens so alt wie das Lied von der Liebe.

    Eine Typologie jener schrecklichen Spezies, die das Pärchenglück bedroht!
    Autoreninfo
     Helene Wolf, geboren 1977 in Helmstedt, lebt als freie Werbetexterin in Berlin. Seit zwölf Jahren ist Helene Wolf liiert – zuvor kämpfte sie sich drei Jahre als Single durchs Leben. Inzwischen hat sie erfolgreiche Strategien entwickelt, um unerträgliche Singles auf Distanz zu halten.
    Meine Meinung
     Ich denke das Buch sympatisiert oder eben nicht. Das kann man sehr klar sagen.
    Hier gehts darum, Singles richtig auf die Schippe zu nehmen. Das ganze klingt hier etwas nervig, so wahr die ein oder andere Situation auch ist. Klar darf man der Autorin nicht vorwerfen, dieses Thema gewählt zu haben. Sicher sieht das ein oder andere Pärchen das ähnlich, aber in diesem Buch wird kein gutes haar am Single gelassen.
    Klar gibt es Dinge, die dem paar an seinen Singlefreunden stört, aber es gibt 100% auch Dinge, die widerum beneidet werden. Ich kann mir keinen vorstellen, der nicht in der ein oder anderen Sache seinen Singledasein nachtrauert. Genauso auch bei Singels. Sie suchen sicher auch etwas besonderes. Dabei finde ich Singlesein meist viel besser. Man ist offener, abenteuerlustiger und besonders freier. Beziehungen können doch auch einschränken. Man wird müsiger und fauler.
    Im Ganzen fand ich den Schreibstil schon sehr schön und fesselnd. Die Autorin konnte hier einen wunderbaren Humor einarbeiten, der dich immer wieder schmunzeln lässt. Auch wenn ich selbst nicht mit der Thematik übereinstimme, ist das Buch wunderbar zu lesen. In diesem Fall sollte man erst lesen. Einiges mag darin sicher wahr sein, anderes wieder nicht. Zu dem einen mag es passen und der andere ist das Gegenteil. man merkt sehr wohl, das die Autorin hier keinen Vergleiche anstellt, sondern sich auf den Single stürzt und ihn fertig macht. Und das mit Studien im Hintergrund, Wer weiss warum das so ist.
    Wem das alles nicht stört oder voreingenommen an dieses Buch geht, wird gefallen daran finden. Der Humor ist Klasse!

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    Die Jasminschwestern

    Corina Bomann
    Historischer Roman
    Taschenbuch
    Ullstein Taschenbuch
    528 Seiten
    ISBN-13 9783548285276
    Erschienen: 09.05.2014
    9,99 EUR
    Buchinfo
    Nach einem tragischen Unfall trifft die Journalistin Melanie ihre Urgroßmutter Hanna in Vietnam. Als Hanna bemerkt, wie sehr die junge Frau mit ihrem Schicksal hadert, erzählt sie ihr zum ersten Mal ihr Leben: Von der dramatischen Kindheit im exotischen Saigon, vom schillernden Berlin der Zwanzigerjahre und einer großen Liebe, von der schweren Zeit während des Krieges und dem Neuanfang als Hutdesignerin in Paris. Hanna hat viel verloren, aber auch unendlich viel gewonnen. Als Melanie das erkennt, weiß sie, dass ihre schönste Zeit noch vor ihr liegt.
    Autoreninfo
    Corina Bomann ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin. Sie hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben, bevor ihr mit Die Schmetterlingsinsel der absolute Durchbruch gelang. Seither gehört sie zur ersten Garde der deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen.
    » www.corina-bomann-online.de
    Meine Meinung
     Eine wunderbare Geschichte in die Vergangenheit. Im ersten Moment glaubt man, es gehe um Melanie, welche momentan eine Gefühlsreise auf der Achterbahn erlebt. Ihr Verlobter liegt im Koma und sie selbst braucht mehr als eine Auszeit. Das sieht auch ihre Urgroßmutter, die Melanie ihre eigene Geschichte erzählt uns selbst mit ihren Gefühlen und Geheimnissen klar kommen muss.
    Ich selbst war sehr fasziniert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
    Diese Geschichte erzählt von Hoffnungen und Enttäuschungen, von Tragik, Leid und Liebe, vom nicht Aufgeben und Loslassen.
    Corinna Bomann schreibt in einem flüssigen Scheibstil, das dir das Verfolgen von Hanna und Than erleichtert. Auch wenn man gar nicht soviel von Melanie liest, was man in manchen Momenten denkt zu brauchen, erfährt man auch von ihr viel mehr. Die Autorin schafft es, auch sie nicht zu vergessen und ihre Entwicklung aufzuzweigen. Auf das was sie will und findet. Zudem geht es hier auch eigentlich um Hanna, deren geschichte mich sehr fasziniert. Ihr liegt eine Willenskraft und Stärke zu Grunde, die das Buch förmlich ausstrahlt.
    Sie erzählt uns die Geschichte in mehrern Etappaen, was hier eine gewisse Neugier produziert. Man möchte so viel mehr von Hanna erfahren. So bleibt es immer spannend.
    Mich hat die Autorin sofort erwischt, denn bisher hatte ich nur Ihren "Mondscheingarten" gehört. Sie schreibt gefühlvoll und fliessend, sie erreicht den Leser sofort. Hier wird man nicht mit unnötigen Details belastet. Dennoch fehlt mir hier nicht die Vorstellungskraft, mir jeden Moment vor Augen zu führen. Bildlich sicher ein Highlight.
    Eine Familiengeschichte mit geschichtlichen Aspekten zu bestücken fand ich sehr interessant. Es war nicht zu viel, man stöhnt nicht innerlich auf, weil der Abschnitt vielleicht zu lang erscheint, weil zu viele Informationen gar nicht benötigt werden, denn Corinna Bomann zielt auf die Familie in einer sehr interessanten Zeit. Frankreich, Deitschland und Vietnam als Schauplätze, die hier sehr gut harmonieren.
    Und dann erst das Cover. Traumhaft gestaltet. Auch das Seitenlayout ist erwähnenswert. Denn das geschlossene Buch birgt ebenfalls gezeichnete Blüten. Das Cover passt perfekt zur geschichte und bevor man das Buch liest, wird man schon auf eine Reise geschickt. Das gefällt mir besonders gut.

    Ich habe diesen Roman bei Vorablesen gewonnen.


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    Dracyr – Das Herz der Schatten
    Genre: High Fantasy
    Ab 12 Jahren
    Paperback, Klappenbroschur
    512 Seiten
    ISBN: 978-3-570-40224-5
    € 14,99
    Verlag: cbj
    Erscheinungstermin: 17. März 2014
    Buchinfo
    Magie, Romantik und Intrigen – »Dracyr« entführt in eine neue aufregende High Fantasy-Welt
    Ein mächtiger Drachenmagier herrscht mit seinen Schattenreitern über Albrastor. Bei der Machtübernahme verlor die junge Kay ihre Familie – und schwört Rache. Unter falschem Namen schleicht sie sich bei den Drachenherren ein. Bald findet Damian, der Sohn des Drachenmagiers, Gefallen an ihr. Und auch ein Junge namens Duke macht ihr den Hof. Ein gefährliches Spiel beginnt, bei dem Kay ihr Ziel jedoch nicht aus den Augen verliert: den Tod des Drachenlords. Aber ihr wahres Schicksal wartet tief unter der Burg auf sie, in den Pferchen der Dracyr. Denn in ihren Träumen hört sie immer wieder ihre Stimme. Besonders die des Mitternachtsdrachen Gormydas ...
    Autoreninfo
     Susanne Gerdom lebt und arbeitet als freie Autorin und Schreibcoach mit ihrer Familie und vier Katzen am Niederrhein. Sie schreibt seit mehr als einem Jahrzehnt Fantasy und Romane für Jugendliche und Erwachsene.
    Meine Meinung
     Eine phantastische Geschichte und eine wundervolle Schreibkunst. Ich bin geflasht.

    Ich kann nur jedem raten, LEST ES!
    Meine Gefühle bei diesem Buch fuhren Achterbahn. Ich kann nicht genau sagen, was mich so faszinierte und mitriss. Die Figuren sind authentisch, sie fühlen und man kann gar nicht anders, man mag sie, man reist mit ihnen und man fühlt jeden einzelnen Gedanken.
    Aber ich möchte noch nicht vorgreifen:-)
    Susanne Gerdom schafft für ihre Leser eine sehr schöne High Fantasy Welt. Drachen haben die Menschen schon immer fasziniert. Diese Welt geht von einer besonderen Rasse aus. Drachen die fühlen und verstehen, Drachen, die gerne frei währen, aber es nicht sind, Drachen, die eine besondere Beziehung zu den Menschen entwickeln und ebenso einen freien Willen besitzen, wie der Mensch auch selbst.
    Die Figuren sind so unterschiedlich, wie die Worte auf jeder neuen Seite. Man musste sie mögen oder eben auch nicht mögen, man musste sie verstehen oder eben auch nicht. Die Unterschiedlichkeit der Protas fand ich sehr faszinierend. Es gab starke und schwache Persönlichkeiten, die alle für sich selbst zur Geltung kamen. Kay und Damien konnten nicht unterschiedlicher sein. Schön ist ebenso, mit den einzelnen Figuren mitzuleiden. Sich zu freuen oder traurig zu sein, zu lieben und zu hassen.
    Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich in die Welt versunken war. Susanne Gerdom schreibt in einem flüssigen und fesselnden, an sich bindenden, Schreibstil, der mich nicht loslies. Das kombiniert mit der Handlung selbst, war und ist es immer noch, genau meins. Oft kam der Wunsch auf, selbst Teil dieser Welt zu sein. Nicht nur weil sie so phantastisch ist, sondern weil auch die Menschen sowie die Wesen eine große Sympatie entwickeln, der man sich nicht entziehen kann. Allein der Zwispalt in Damien war faszinierend. Die bösen Seiten lassen sich so sehr viel besser verstehen. Ihm selbst kann sicher nichts besseres passieren, als die starke Kay an seiner Seite zu haben. Auch wenn Kay oft genug handelt, ohne darüber nachzudenken. Da hätte ich so manches Mal doch eine Schelöle verteilen wollen. ;-)
    Nicht zu vergessen, natürlich die Dracyr. Denn schliesslich gehören sich zu der Geschichte. Die Autorin zeichnet sie genauso interessant, wie den Menschen. Die Bindungen mit dem Menschen kann man sehr gut nachvollziehen. Erstaunlich war meine Vorstellungskraft bei der jeweiligen Gestalt der Dracyr. Es viel mir nicht schwer, sie schwerelos am Himmel zu sehen, wie ihre unterschiedlichen Farben im Sonnenlicht schimmerten oder wie sie selbst unter dem Menschen litten, wie sie sie beschützten und wie sie fühlten. Einfach nur toll, auch wenn ich hier gerne mehr gedankenspiel zwischen den Dracyr und ihren Reitern gelesen hätte. Man kann eben nicht alles haben.
    "Das Herz der Schatten" bietet euch auch eine Liebesgeschichte. Und wenn ihr denkt, sie plänkelt nur vor sich hin, dann kann ich euch sagen, das dem nicht so ist. Immer noch jugendgerecht geht sie sehr wohl auch ins Detail und lässt uns die Höhen und Tiefen miterleben. Wir erfahren wie nah Liebe und Hass doch beieinander liegen, das unterwerfen nicht Liebe bedeutet und das Hass den Menschen mehr verletzt, als man glauben mag.
    Das Buch hat überraschend viele Wendungen, an die man nicht denken wollte. Immer erst zuim Konfliktende klärte sie uns auf, wie die Geschichte weiter geht. Auch wenn die Autorin hier des öfteren weit ausholt, stört es dem Textfluss nicht. Auch die Spannung oder die handlung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Für mich gehörte es dazu, mein Kopfkino noch farbiger, noch düsterer und noch lauter zu gestalten.
    Wir werden in eine Welt entführt, in der es um Drachen geht, ohne sie zu favorisieren. Hier geht es um Damien und Kay, aus deren wir die Geschichte erzählt bekommen. Auch wenn die Perspektiven wechseln, bleibt man im Geschehen, ohne hinausgeworfen zu werden.
    Es war mir eine Freude dieses Buch lesen zu dürfen. Die Stunden vergingen zu schnell und ich hoffe sehr bald auf die Fortsetzung. Die ist wieder eins solcher Reihen, wo man sich ärgert, wenn die letzte Seite umgeschlagen wird, wenn man wissen möchte, wie es weiter geht, wenn man nicht möchte, das diese Geschichte endet.
    Vielen lieben Dank!

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    Versunkene Gräber
    Kriminalroman



    Originalausgabe

    Taschenbuch
     448 Seiten
    ISBN: 978-3-442-47995-5
    € 9,99

    Verlag: Goldmann
    Erscheinungstermin: 16. Dezember 2013 
    Buchinfo
    Verschollene Briefe, eine alte Familiengruft und ein grausamer Mord –
    Anwalt Vernau kommt einem düsteren Geheimnis auf die Spur
    Einige Jahre sind vergangen, seit Anwalt Joachim Vernau den Drahtziehern eines Mordkomplotts das Handwerk gelegt hat. Auch die gemeinsame Kanzlei mit seiner Ex-Partnerin Marie-Luise ist längst Geschichte. Bis ihn ein Hilferuf aus Polen erreicht: Jazek, der gemeinsame Freund aus längst vergangen Tagen und durchzechten Nächten, sitzt mit einer Mordanklage im Gefängnis und beteuert seine Unschuld. Vernau ist entschlossen, Jazek zu helfen, und reist nach Polen. Versunkene Gräber auf einem alten Friedhof sind die erste Spur. Verlorene Briefe und vergessenes Leid ziehen Vernau immer weiter hinein in den Strudel der Ereignisse des Jahres 1945. Flucht und Vertreibung, Ende und Neuanfang - damals kreuzten sich die Schicksale von Tätern und Opfern, und Entsetzliches geschah. Doch erst Generationen später steigt das Grauen noch einmal aus dem Grab, und wer sich ihm entgegenstellt, muss sterben. 
    Autoreninfo
    Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.
    Meine Meinung
     Nicht immer ist es für mich leicht, mich in Krimis zu versenken. Auch hier ist es mir nicht gelungen, das Buch in einem Zug durchzulesen. Dabei war es sehr interessant, aber für mich vielleicht auch starke Kost.
    Ich muss schon sagen, das die Autorin hier ein doch manchmal totgeschwiegenes thema aufnimmt und sehr gut verarbeitet. Deutsch- Polnisch. Eine gemeinsame Vergangenheit nicht nur hier im deutschen Land, sondern ebenso auch im polnischen. Sehr faszinierend irgendwie, auch wenn Geschichte nicht so meins ist, zumindest nicht in diese Richtung.
    Die Autorin schreibt in einem sehr gut lesbaren Schreibstil. Durch die Ausschweifungen erfährt man nicht nur die geschichtlichen Hintergründe, sondern auch die Verganenheit ihrer Protagonisten wird hervorragend beschrieben. Ihre Charaktere sind gut gezeichnet. Das ein oder andere Mal hätte ich auch gerne ein bisschen mehr Farbe gehabt, um mir Situationen auch vorstellen zu können.
    Ansonsten war es ein sehr unterhaltsamer Krimi, der doch recht spannend war und meine Neugierde auf das Ende gefördert hat. Die Zwischenmenschlichen Beziehungen und auch die Handlung selbst fand ich unterhaltsam. Denn das ein oder andere Mal fand ich die Situation amüsant, was die Ernsthaftigkeit allerdings überhaupt nicht geschadet hat. Hervorheben möchte ich auch, das Deutschland so wie auch Polen als Handlungsort gewählt worden ist, was aufgrund der handlung natürlich auch etwas mit sich bringt.
    Ich mochte den Krimi. Eine interessante Geschichte, wo unsere Vergangenheit und der Mensch im Mittelpunkt steht. Sehr gut gelöst mit einem sehr soliden Spannungsbogen,

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    Obsidian. Schattendunkel
    Jennifer L. Armentrout
    Seiten: 400
    Hardcover
    Verlag: Carlsen
     ab 14 Jahre
    ISBN:  978-3-551-58331-4
    18,90 €
    Buchinfo
    Als die siebzehnjährige Katy Swartz vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um "neue Freunde" zu finden. Und lernt so den atemberaubend gutaussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat…
    Autoreninfo
     Jennifer L. Armentrout lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund Loki in West Virginia. Wenn sie nicht gerade mit dem Schreiben eines neuen Buches beschäftigt ist, schaut sie sich am liebsten Zombie-Filme an. Ihre E-Books waren in den USA auf Anhieb so erfolgreich, dass sie kurze Zeit später in den Druck kamen und sofort an die Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste kletterten.
    Meine Meinung
     Klar, an diesem Buch darf man gar nicht vorbeigehen. Nachdem ich auf der Messe dabei sein dürfte, als der Carlsen Verlag das Buch vorstellte, musste ich es mir selbst kaufen. Das tat ich dann auch, denn neugierig war ich schon. Und gar nicht mal deswegen, weil es hier um eine Bloggerin wie ich selbst gehe, sondern weil allein schon die Romanze und das außergewöhnliche Geschehen reizt. Und, weil das Buch in Amerika gleich an der Spitze stand. Ja, da muss man es doch lesen. Jugendbücher sind schon was tolles.
    Hier treffen wir auf eine stinknormale Welt. Glaubt man, doch hier wird es paranormal. Außerirdische, um genau zu sein. Sie sind pures Licht und somit wunderschön. Und sie dürfen nicht auffallen. Sie sind wie wir. Menschen.
    So ganz entscheiden, worin es in diesem Buch am meisten geht, kann ich mich nicht. Ich mag diesen wirklich sehr amüsanten Schlagabtausch zwischen Katy und Daemon sehr. Keiner gibt nach, auch wenn sie sich des Öfteren mal unter der Gürtellinie treffen. So richtig schön bissig und sehr unterhaltsam. Ich mag Katy, die so richtig bodenständig ist. Sie merkt schon, das etwas nicht so ist, wie es sollte. Die Autorin setzt diese Situationen richtig gut in Szene. Die Reaktionen bleiben dabei durchaus realistisch. Deide Protagonisten machen sich das Leben zur Hölle. Sie finden sich anziehend und dann auch wieder nicht. Daemon ist ein richtiges Arschloch, ein Macho, wie er im Buche steht. Aber, und das setzt die Autorin sehr gut um, bekommt nicht nur Katy einen Einblick hinter dieser Fassade, sondern auch der Leser. Diese Fetzen des anderen Daemon machen diese Romanze zu einer. Sie machen neugierig und immer wenn Katy ihn findet, verliert sie ihn auch schon wieder. Sehr faszinierend ist auch Daemons Beschützerinstinkt. Und das nicht nur bei seiner Schwester Dee, sondern auch bei Katy. das bringt nicht nur ihn in Schwierigkeiten, sondern auch Katy in Lebensgefahr.
    Die Autorin schreibt in einem sehr leichten Schreibstil, was mir persönlich den Einstieg erleichterte. Ohne lange drum herum zu reden, kommt sie auf den Punkt. Die Geschichte ist nicht neu erfunden, aber durch den prägnanten Satzbau macht sie diese zu ihrer. Es wird nicht langweilig, allein schon, weil sie die Protagonisten sehr gut gewählt hat. Beide sind für sich starke Charaktere und ohne die Nebenspieler, wären sie sicher nicht das, was sie sind.
    Das Geheimnis, was Dee und Daemon umgibt, wird etwas hinausgezögert. Immer wieder streut die Autorin winzige Fetzen in die Geschichte ein, die uns dem näher bringen. Ich fand das mal gar nicht schlecht gelöst, denn es wird ja noch Folgebände geben. Hier im ersten Band, werden wir Allen vorgestellt. Wir bekommen Einblick in ihr Leben, auch dem bereits vergangenen.
    Dennoch bin ich der Meinung, das man dieses Buch auch ohne dem lesen könnte, denn es birgt keinen Cliffhanger. Jedenfalls keinen, der plötzlich endet. Wir bekommen schon das Gefühl, das uns diese beiden noch etwas erhalten bleiben, was allein schon auf die Dialoge zwischen ihnen, Spannung pur ist.

    Das Buch hat mich erwischt: spannend, prickelnd und ein absolutes Muss!

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    Die Reise der blauen Perle nach Kambodscha
    Mo Anders
    Seiten: 172
    Verlag: Quindie
    TB 7,95€
    eBook 2,99 €
    ab 8 Jahren
    Buchinfo
    Serieninfo: Die Buchserie „Die Reise der blauen Perle“ nimmt abenteuerhungrige und neugierige Mädchen und Jungen mit auf eine Weltreise. Jeder Band spielt in einem anderen Land mit neuen Hauptfiguren, mit Freundschaften zwischen Kind und Tier. Jeder Band ist eine abgeschlossene Geschichte.
    Die erste Station ist Maui, wo der hawaiianische Junge Keanu mit dem Delfinmädchen Kaimana zu einem geheimen Wrack taucht und die Geburt eines Buckelwalbabys miterlebt. Kaimana hat einen Wunsch: Sie würde so gerne von weit oben auf ihr geliebtes Meer blicken. Deshalb entwickelt Keanu einen verrückten Plan, um seine Freundin auf den Vulkan Haleakala zu transportieren.
    In Band 2 reist die blaue Perle nach Österreich zu Keanus Urlaubsbekanntschaft Franziska, die mit einem Steinadler über den Pitztaler Gletscher fliegen. Franziska will als Mädchen den Tiroler Fasnachtsumzug aufmischen. Sie sieht nicht ein, warum nur Jungen dort mitziehen dürfen.
    In Band 3 landet die blaue Perle bei Franziskas ehemaligem Schulfreund Heng, der die Gibbonmama Punthea mit ihrem frechen Sohn Punk trifft. Sie erkunden den geheimnisvollen Dschungeltempel Angkor Wat, studieren im Urwald eine gewagte Zirkusnummer ein und landen nach einem abenteuerlichen Flug mitten im berühmten Drachenbootrennen in Phnom Penh.
    In „Die Reise der blauen Perle“ entdecken die Kinder länderspezifische Informationen vor allem in den Dialogen. Durch den unterschiedlichen Erfahrungshorizont von Kind und Tier wird Wissen ausgetauscht, ohne den Lesefluss zu stören oder belehrend zu wirken.
    Wer mehr über das Land erfahren möchte, findet im Anhang einen kleinen Sprachführer, weitere interessante Fakten und kindgerechte Links für eine Internetrecherche. In jedem Band steckt selbst für Erwachsene viel Neues. Wer wusste schon, dass der Halbgott Maui die Sonne in den Vulkankrater eingesperrt haben soll, weil sie zu schnell über den Himmel zog, oder dass der Schmutzfink in Österreich Saubartl heißt oder dass viele Khmer ungern mit dem Kopf gen Westen schlafen, weil dort die Himmelsrichtung des Gottes des Todes ist? Illustriert wird die Serie von der Autorin, die mit naturalistischer Aquarelltechnik den Kindern eine faszinierende Welt näherbringen will.
    Die blaue Perle ist eine Metapher für unsere Erde: kostbar und geheimnisvoll. Dass sie nach zwei Tagen an einen Freund in einem anderen Land weitergereicht werden muss, symbolisiert, dass die Erde nicht unser Eigentum ist, sondern ein Besitz für eine begrenzte Zeit. Die Autorin Mo Anders will mit ihrer Kinderbuchserie zu einem besseren internationalen Miteinander beitragen. Wenn Mädchen und Jungen mit Protagonisten aus anderen Ländern gemeinsam fiebern, dann werden sie neugierig auf fremde Kulturen. Zu der Serie gibt es Quizfragen bei Antolin, dem Online-Portal zur Leseförderung.
    Autoreninfo

    Mo liebt das Reisen. Das Fernfieber packte sie im Alter von fünfzehn Jahren auf einer Reise mit der Deutschen Sportjugend nach Japan. Mo war begeistert von der fremden Sprache und Mode. Sie kleidete sich mit ihrer Freundin in Kimonos. Sie begleitete den Gastvater auf seiner nächtlichen Polizeipatrouille. Sie staunte über beheizte Klositze und über präzise Wachsnachbildungen von Eisbechern in den Restaurantschaufenstern. Seither ist Mo fasziniert von den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Kulturen. Mit dem Rucksack zog sie viele Male quer durch Europa, Amerika und Australien. Das Reisefieber lockte Mo in mehr als dreißig Länder. Und sie weiß: Das Kribbeln hört nie auf. Ihre Koffer packt sie in Rekordzeit, wenn es heißt: Recherche zum neuen Buch, bitte.
    Geburtsort der neuen Kinderbuchserie "Die Reise der blauen Perle" ist Maui. Dorthin reiste Mo mit ihrer Familie. Mangels Kinderbücher im Reisegepäck erfand sie die Geschichte eines Kindes, das sich mit einem Delfin anfreundet. Jeden Abend folgte ein weiteres spannendes Abenteuer, in das Mo neben Phantasie auch die Informationen zum Ausflug des nächsten Tages schmuggelte.
    Sie erfand zwei Freunde, die wagemutig nach einem versunkenen Schatz tauchen, mühsam den Vulkan Haleakala bestiegen, gebannt die imposanten Buckelwale in der Bucht beobachteten oder beim Luau neugierig hawaiianische Spezialitäten kosteten. Eines Tages tappte Mos jüngste Tochter mitten in der Nacht barfuß ans Bett und weckte Mo mit der Forderung, die Geschichte sofort weiterzuerzählen. Die Idee für eine Abenteuerserie, in der Kinder Besonderheiten von Ländern entdecken, war geboren. Während ihres späteren Kalifornien-Aufenthalts begann Mo mit dem Schreiben ihrer Bücher.
    Mo lebt mit ihrer Familie in Berlin und freut sich über Nachrichten auf der Facebook-Seite zur Serie: „Die Reise der blauen Perle"
    Meine Meinung
    Hier kommen wir zum dritten Teil, der weltweiten Reise der blauen Perle. Kambodscha heisst das Land und wir treffen hier auf einen kleinen Jungen und zwei Gibbonaffen.
    Wieder schildert die Autorin kindergerecht verschiedene landestypische Besonderheiten über die Natur und Kultur, Fauna und Flora, und natürlich auch den Bräuchen der Menschen. In einem flüssigen und leichten Schreibstil sollte es jedem leicht fallen, der Geschichte zu folgen und einen kleinen Einblick in das Land Kambodscha erhalten. Kurze knappe Sätze erleichtern es dem kleinen Leser dem Text zu folgen. Durch die kurze Kapitelwahl lässt sich auch schnell eine Pause einlegen, um die gewonnenen Eindrücke zu verarbeiten. Auch wenn Heng manches Mal mehr über das Leben der Gibbons wusste, wie sie selbst, bekommt man einige Fakten zu lesen, die nie ausufernd belehren oder den Text langweilig machen. Es bleibt immer spannend und informativ zugleich.
    Bilder und auch die bildliche Sprache unterstützen die Geschichte, wenn wir mit Heng auf Entdeckungstour und Rettungsaktion gehen. Sehr schön gemalt übrigens :-)
    Die Vokabelliste und der kleine Einblick in die Sprache am Ende des Buches ist wieder eine Bereicherung der Geschichte. Hier kann man kleine Vokabeln lernen und sehen, was das ein oder andere bedeutet.
    Das Cover ist auch hier wieder passend gestaltet und bietet auch die Zugehörigkeit zu der Reise der blauen Perle. Wie auch schon in den Bänden davor find ich die Gestaltung kindgerecht und macht neugierig. Dabei helfen auch die handgemalten Zeichnungen sich die Geschichte besser vorzustellen.
    Dieses Mal muss ich allerdings kritisieren. Die Gibbons waren mir zu vermenschlicht. Allein die Geschichte mit dem "Müssen" würden freilebende Affen ja nicht berücksichtigen. Ein bisschen mehr Wildheit hätte ich mir gerne gewünscht.
    Da ich das Buch allerdings aus der Sicht eines Erwachsenen lese, kann es gut sein, das Kinder das nicht so sehr stört. Deswegen kann ich dieses Buch wieder ohne schlechtes Gewissen empfehlen.

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    Dein für immer
    Engel der Nacht 4
    Roman
    Paperback
    448 Seiten
    ISBN: 978-3-442-20408-3
    16,99
    Verlag: Page & Turner
    Erscheinungstermin: 3. März 2014
    Buchinfo
    Das grandiose Finale der Engel-Serie.
    Nora und Patch haben schon viele schwierige Situationen gemeistert, aber nun hat ihr Schicksal sie zu einem unüberwindlichen Hindernis geführt: Nora wurde dazu gezwungen, die Nephilim in einen Kampf gegen ihre Erzfeinde, die gefallenen Engel, zu führen. Doch obwohl Patch ebenfalls ein gefallener Engel ist, will Nora ihre Liebe zu ihm nicht aufgeben. Mit aller Macht versucht sie, die Nephilim zu beruhigen und den ultimativen Kampf der beiden verfeindeten Lager zu verhindern. Aber die Aufgabe ist schier unlösbar, zumal ihre Feinde sich sogar in ihren eigenen Reihen befinden. Nora droht alles zu verlieren. In einem letzten verzweifelten Versuch setzt sie alles auf eine Karte – und wird unaufhaltsam hineingezogen in einen uralten Kampf zwischen Gut und Böse, Leben und Tod …
    Autoreninfo
     Becca Fitzpatrick ist eine junge amerikanische Autorin, deren Debütroman "Engel der Nacht" gleich nach Erscheinen den Sprung auf die New-York-Times-Bestsellerliste geschafft hat. Inzwischen sind aber auch die Fortsetzungsbände zu Bestsellern geworden und das nicht nur in den USA. Die Übersetzungsrechte wurden bisher in 35 Länder verkauft. Becca Fitzpatrick lebt in Colorado, USA.

    www.beccafitzpatrick.com
    Meine Meinung
     Ja das war nun der vierte Teil dieses grandiosen Geschichte um Nora und Patsch. Der Vierte und auch Letzte. Und nach meiner Meinung auch der beste Teil.
    Ohne lang herum zu reden, gelingt es der Autorin, einen grandiosen Einstieg in die Geschichte zu verfassen. Es wird nicht lange nacherzählt, was wir schon in den drei Bänden erfahren haben. Sie erzählt uns wo wir uns mit Nora und Patch befinden. Mich hat der Start nicht überrascht. Im dritten Band war der Cliffhanger eindeutig und so konnte ich voll einsteigen. Ich muss sagen, die Umsetzung ist Becca Fitzpatrick super gelungen. Von Grund auf ein Spannungsbogen. Und das nicht bei der Story selbst, sondern auch bei der Beziehung zwischen Nora und Patch.
    In einem einfachen Schreibstil, ohne lange Texte die erklären, wühlen wir uns durch die Seiten. und auch schon wir dem dritten Teil war es schwer, das Buch überhaupt wegzulegen. Und auch wie bei den Vorgängern erzählt uns Nora die geschichte aus ihrer Sicht. Klar wussten wir, das das Ende ein Happy End hielt. Doch immer wenn man dachte, ja, so wird es weiter gehen, war es dann doch nicht. Eine sicht so leicht zu durchschauende Wendung nach der anderen, was es sehr spannend gemacht hat. Manchmal zog sich die Handlung oder war etwas unnötig, aber im grossen und ganzen konnte mich das Buch wieder an sich fesseln.
    Die Figuren waren wieder reinstes Kopfkino. Auch der Handlungsort oder eben Orte waren schön gestaltete Bilder. Personen, die nicht so leicht durchschaubar sein mussten, haben es uns wirklich nicht leicht gehabt. zum Schluss verstand man sogar deren Gründe und taten mir dann doch etwas leid. Nora hat mir einen Tick zuviel Arroganz erhalten, auch wenn sie sehr mutig war. Scott war mir irgendwie dann doch am sympatischsten. ja und Patch. Immer noch sehr sexy. Aber: viel zu wenig anwesend. das was er tat, stand immer im dunkeln.
    Das Cover ist natürlich auch hier wieder ein Hingucker. Das dunkle Blau mit dem Engel ist gelungen. Keine Chance daran vorbeizukommen, ohne es in der Hand zu halten.
    Mich hat es nicht hundertprozentig überzeugt, aber es konnte mich fesseln. Vielleicht wären drei Teile ausreichend gewesen. Trotz gut ausgearbeiteten Spannungsbogen fehlte mir ein bisschen mehr Action, ein bisschen weniger Egoismus von Seiten Noras wäre schön gewesen. Ein bisschen mehr Patch hätte mich auch gefreut.
    dennoch ein rund herum gelungenes Finale.

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    Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt
    Bastei Entertainment
    E-Book (Download)
    Seiten: 88
    Ersterscheinung: 16.05.2014
    ISBN: 978-3-8387-5984-5
    1,49 €
    Buchinfo
    Geheimnisse, seit Jahrtausenden im Sand verborgen …

    Der Karawanenführer Kadim traut seinen Augen kaum, als er mit seinem Tross einen niedergebrannten Ort erreicht. Was für ein Feuer ist heiß genug, dass es Stein zum Schmelzen bringt? Dass es Menschen von einem Moment auf den anderen zu Asche verbrennt? Die einzige Antwort scheint unmöglich: Drachenfeuer! Doch schon bald muss Kadim feststellen, dass die Wüste tausendundein Geheimnisse birgt. Drachen verstecken sich dort, Wüstenkrieger lauern im Sand. Und in einer vergessenen Stadt wartet ein tödlicher Schatz …

    Dieses E-Book enthält außerdem eine ausführliche Leseprobe zum Roman "Flammenwüste" - dem großartigen Fantasy-Epos über Märchen, Magie und Heldenmut.
    Autoreninfo
    Akram El-Bahay hat seine Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf gemacht: Er arbeitet als Journalist und Autor. Als Kind eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter ist er mit Einflüssen aus zwei Kulturkreisen aufgewachsen. Dies spiegelt sich auch in seinen Romanen wider: klassische Fantasy-Geschichten um Drachen und Magie, die ebenso sehr an den Herrn der Ringe wie an orientalische Märchen erinnern.
    Meine Meinung
    Eine Geschichte, die uns Sheherazade in 1001 Nacht erzählt haben könnte. Wir werden in die Wüste entführt, wo Magie, Sagen und Unglaubliches schneller war werden, als wir in die Hände klatschen könnten. Ja schön wärs, ha.
    Diese Kurzgeschichte ist eine Vorgeschichte, damit man einen Einstieg in die Folgebände bekommt (am 15. August erscheint der Roman "Flammenwüste). Wir wissen was passiert ist und mit wem wir es zu tun bekommen könnten. Für mich überzeugend sind hier die Figuren, die noch nicht alles von sich preisgeben, sondern uns noch Potential lassen, sie mehr kennenzulernen.
    Ich finde die Sprache wie auch den Schreibstil sehr einfach. Nicht jede Situation kann ich genauso schnell verfolgen, wie es uns der Autor hier bietet. Ein bisschen Stirnrunzeln ist sozusagen mit inklusive. So sehr störend fand ich es allerdings nicht, denn die Geschichte könnte wirklich sehr spannend werden. Der Cliffhanger lässt hier auch gar nichts anderes zu. Es macht Lust auf mehr und ja, wir bekommen mehr.
    Die bildlich gut ausgearbeiteten Umschreibungen lassen Bilder entstehen, als würde man selbst in einem Sandsturm stehen. Klar kann man in eine so kurzen geschichte nicht zuviel erwarten. Aber im kommenden Roman dürfen wir uns sicher auf noch detailierte Bilder im Kopf freuen.
    Für mich war die Geschichte mal wieder ein wenig Abwechslung. Mal wieder orientalische Magie zu lesen, fand ich toll und ich freu mich sicher auf mehr. Ein bisschen Magie, ein bisschen Dschinn, ein bisschen Drachen und alles gespickt mit viel Abenteuer. Also ich denke, wir dürfen uns hier auf einen tollen Roman freuen.

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    Susanne Esch
    Die Rebellin von Koron
    Seiten 315
    Verlag: Titus
    ISBN: 9783944935089
    10. März 2014
    11,99 €
    eBook 5,95 €
    Buchinfo
     Kayana und ihre Schwester Mikaila wachsen in Simion, einer patriarchalisch geführten Domäne im Lande Koron auf. In der von Männern dominierten Welt des Planeten Kelor haben Frauen wenig bis gar nichts zu sagen. Nach einem Vergewaltigungsversuch ihres eigenen Vaters fliehen die Mädchen und schließen sich als »Jungen« einer Söldnertruppe an.

    In Hadaros Gruppe lernen sie eine vollkommen andere Lebensweise kennen. Sie ziehen mit den Männern durch das Land, übernehmen bezahlte Aufträge. Alljährlich feiern sie die Wintersonnenwende im »Haus der Freude«, einem Bordell, das sich in vielem von anderen Etablissements dieser Art unterscheidet.
    Autoreninfo
    Susanne Esch wurde am 2.4.1967 in Höchst geboren. 1986 hat sie mit dem Abitur ihre schulische Laufbahn beendet. Bis zur Geburt ihres ersten Kindes 1995 hat sie als Restaurantfachfrau gearbeitet. Mittlerweile sind es vier Kinder geworden.
    Sie hat nicht wie viele andere Autoren von Anfang an den Wunsch gehabt zu schreiben. Zwar hat sie kleinere Texte und Geschichten verfasst. Diese waren allerdings nur für sie selbst gedacht. Im August 2007 hat sie angefangen Fanfiktion zu den Harry Potter Büchern zu verfassen. Nachdem sie viele positive Rückmeldungen erhalten hat, hat sie mit "Solifera" angefangen.
    Homepage 
    Meine Meinung
     Hier habe ich mich sehr gefreut, den dritten Roman von Susanne Esch zu lesen. Der Schreibstil im ersten Roman fand ich sehr emotional und machte mich neugierig auf die nächste Geschichte der deutschen Autorin.
    Ich würde nicht enttäuscht. Klar waren hier ganz andere Emotionen am Spiel, es ging um ein anderes Thema. Die Frau in einer hart umkämpften Zeit, die um ihren Stand kämpfen muss. Anerkannt zu werden und nicht liegen gelassen zu werden, wie ein Stück Dreck. Es ist mutig und wunderbar umgesetzt. Ein Kampf einer Frau.
    Der Schreibstil von Susanne Esch mag ich. Ohne zuviel zu werden ist sie sehr detailgetreu und umschreibt uns ihre neue Welt. Ich finde sie mal so gar nicht fremd und fühl mich sehr schnell wohl. Landschaften und Orte entstehen klar vor deinem Auge. Und da kommen wir auch gleich zu unseren Protagonisten. Man merkt schnell, wen man mag und wen nicht. Manches Mal ist mir die Rebellin Kayana etwas zu aufbrausend und gab ihren Begleitern viel zu oft die Gelegenheit, sie als Frau zu entlarven, was bei denen allerdings keine auffällige Reaktion auslöste. Da hätte ich mir gerne etwas mehr Zurückhaltung gewünscht. Das war es dann aber auch schon. Wir finden hier liebvoll gezeichnete Charas vor, mit denen man einfach lachen und weinen, zornig, wütend oder auch glücklich sein möchte.
    Dier Reise durch das Land fand ich sehr abwechslungsreich. Mit den Männern zu reisen und dann auch noch einige wirklich sehr liebenswerte Menschen kennenzulernen fand ich für die dargestellte Zeit interessant. Denn man stellt sie sich doch recht burschikos vor. Wild, dreckig und stinkend. Sorry haha. Nein, mir hat es sehr gefallen, das so ganz andere Seiten vorgestellt wurden.
    Mir viel der Einstieg etwas schwer, fand mich aber sehr schnell rein und flog formlich durch die Seiten. Man mag das Buch nicht gern aus der Hand legen, was dich natürlich zu schnell dem Ende entgegen bringt.
    Das Cover ist im Vergleich zu den Vorromanen von Susanne Esch mal grün gehalten und sprach mich sofort an. Auch das Motiv passt irgendwie gut zu der Story und wird durch die Titelschrift sehr gut unterstützt.
    Ich kann euch eine klare Leseempfehlung geben. Also traut euch und lest es.

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    Sarah Saxx
    Mit Verzögerung ins Glück
    Erscheinungsdatum: 8. Juli 2014 (Taschenbuch)
    20. Juni 2014 (eBook)
    Seitenanzahl: ca. 240 Seiten
    Verlag: kdp/LAGO
    Preis: 9,90 €
    ISBN: 978-3957610126

    Buchinfo
    Sex, Partys und lockere Beziehungen ohne Verpflichtungen bestimmen Isas Leben außerhalb ihres Alltags als Mode- und Lifestyle-Redakteurin. Nach einer weiteren unbefriedigenden Nacht mit einem Unbekannten hat sie genug von ihrem exzessiven Lebensstil. Um herauszufinden, was sie wirklich will, gönnt sie sich ein paar Tage Auszeit in einem Wellnesshotel.
    Dass ihr dort Sebastian über den Weg läuft und den Kopf verdreht, damit hat sie allerdings nicht gerechnet.
    Als dann jedoch Sebastians Ex auftaucht, reiht sich ein Missverständnis an das nächste. Isa reist überstürzt ab und begeht dadurch einen großen Fehler.
    Werden die beiden trotz aller Schwierigkeiten erneut einen Weg zueinander finden? Oder hat Isa die Chance auf ein gemeinsames Glück mit Sebastian nun endgültig verpasst?
    Autoreninfo
    Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in Oberösterreich in einem kleinen, idyllischen Kurort mitten am Land.
    Ihre Vorliebe für romantische Romane und der Wunsch nach noch mehr Geschichten, die das Herz berühren, waren schließlich der Auslöser, ihre eigenen Ideen und Gedanken niederzuschreiben.
    "Auf Umwegen ins Herz" ist der erste Roman der Autorin. Weitere Bücher sind bereits in Planung.

    Die Autorin im Netz: www.sarahsaxx.com Facebook: www.facebook.com/Sarah.Saxx.Autorin Twitter: twitter.com/SarahSaxx Buchtrailer:http://youtu.be/2j52Z4g06L8
    Meine Meinung
    Ich gebe es ja zu, so ein bisschen habe ich ja schon darauf gewartet. Ich stelle immer fest, wie sehr man sich des Öfteren mal wünscht, ein Buch sollte nie enden. Aber würde es das nicht tun, dann würden uns so viele andere tolle Geschichten entgehen. Also nimmt man sich die Zeit und lässt das Buch sacken, um sich dann nach einer kleinen Erholung einer anderen Story zu widmen.
    Das erste Buch von Sarah Saxx drehte sich um Jana. Es ging um ihr Liebesleben. Um ihr Jugendliebe Julian. Unterstützung bekam sie von ihren Freunden Isa und Marco, die beide immer für sie da waren und an ihrer Seite waren. Und soviel kann ich schon verraten: Der dritte Teil dreht sich um den Herrn der Runde.
    Im zweiten Teil war Isa dran. Ich freute mich schon sehr drauf, denn Isa machte mich neugierig. Und jetzt, hier im zweiten Band lernen wir sie endlich kennen. Taff kam sie uns vor, selbstbewusst und Männer verschlingend. Tja, wer glaubt, so wird es in diesem Buch weiter gehen, wird ordentlich enttäuscht sein. Wir lernen eine verletzbare Isa kennen, jemand, der eine Reihe von Schutzhüllen um sich errichtet hat, um nicht wieder verletzt zu werden. Dennoch möchte sie dieses Leben als Vamp aufgeben und endlich das Richtige finden. Ein Leben, dass ihr Geborgenheit gibt, Liebe schenkt und tiefe Gefühle. Kurz gesagt ein Leben, dass sie glücklich macht.
    Auch hier haben wir eine seichte Liebesgeschichte, die keine großen Ansprüche hat. Wunderbar jetzt im Sommer lesbar, oder bei Regen auf der Couch oder einfach mal zwischendurch. Wieder schreibt sie an den richtigen Stellen emotional und mitreißend
    Sarah Saxx stellt uns eine andere Isa vor, als man im ersten Teil noch zu glauben weiß. Und das finde ich gut. Isa hat mehr hinter ihrer Maske versteckt als man denkt. So gestaltet sich dann auch das erste Treffen mit DEM Mann.
    "Ich hab...ein Horn... auf meiner Stirn...", meine Stimme war nur ein Hauchen. "Sie... Sie haben ein Einhorn aus mir gemacht!" Nun klang ich leicht hysterisch.
    Einer meiner liebsten Stellen in diesem Buch. Obwohl sie Männern aus dem Weg gehen wollte, kommt sie nicht wirklich dazu, was sich doch einen wirklich sehr tollen Schlagabtausch äußert. Amüsant zu lesen, kann ich euch nur zu raten.
    Sebastian selbst mag ich. Charmant, offen und ebenso schlagfertig. Er gibt nicht auf und er ist eine total ehrlich Haut. Ein Sympathieträger schlechthin. Tja, und ihr könnt euch ja denken, das es nicht so einfach mit den beiden wird.
    Der Schreibstil ist auch hier wieder leicht gewählt. Isa erzählt uns ihre Geschichte. Und auch wie schon im ersten Teil, würde ich so gerne den ein oder anderen Gedanken der anderen Protas erhaschen. Allerdings bleiben sie uns verwehrt. Anmerken möchte ich auch, das ich Jana nicht ganz wiedererkannt habe, was hier nicht tragisch war, denn es ging ja um Isa. Sie selbst tat mir manchmal leid, weil sie sich oft genug selbst strafte und manch eine Reaktion nicht zu erwarten war.
    Das Cover ist ähnlich, wie das erste. Nur statt Rosa finden wir blau vor, was auch viel besser zu Isa passt. Blau ist eine bodenständige Farbe und ich denke, auch Isa ist bodenständig.

    Und noch ganz zum Schluss ein Lieblingszitat aus diesem Buch.

     "Nimm dir die Zeit, dein Leben mit Liebe zu füllen, dann wird das Glück unvergänglich."
    seeeeuuuuuffffzzzzzzz.............

    Fazit ist, ihr müsst auch dieses Buch lesen. Das Gute, die beiden Teile lassen sich auch einzelnd lesen. Sie beinhalten vielleicht die gleichen Personen, aber stehen doch für sich selbst, da eine Person hier immer in den Vordergrund bleibt.


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  • 07/25/14--13:56: Bücher und das Leben!
  • Bücher, keine Frage, wir lieben sie. Ohne geht es bei uns nicht, denn wir sind begeisterte Leser und viele Buchbesitzer lassen sich gern von ihnen beeindrucken. Schon oft fragen wir uns, warum Bücher die eigenen Gedanken beeinflussen. Meist sind es Wünsche oder Sehnsüchte, die wir erbitten oder Situationen, die wir uns nicht wünschen. Dennoch sind sie da und manipulieren unser Handeln.
    Aber spricht man davon? Ändert man sein Leben, weil man sich Dinge wünscht? Oder tun wir Dinge bewusst anders? Es gibt sicher Dinge, die wir unbewusst verändert haben. Hinzu kommt auch: Bücher sind dein Lehrstuhl. Wir Leser wissen einfach Dinge, weil wir sie irgendwo zwischen den Seiten gelesen haben.
    Wenn AutorInnen ein Buch schreiben, ein Buch aus dem Leben, oder eine Geschichte neu erfinden, die wir Leser dann Seite für Seite inhalieren, wie sehr werden eigene Gedanken verarbeitet? Wie sehr beeinflussen Wünsche ihr Schreiben?
    Freundschaft ist ein sehr gutes Beispiel dafür. In Büchern sind sie so, wie wir sie auch gern hätten. Mit Höhen und Tiefen, mit Freud und Leid, mit einer Verbundenheit, die über normale Gefühle hinausgeht. Man möchte selbst einen Seelenpartner finden. Und das nicht nur als Freund. Nein, es sollte auch die große Liebe sein, der Ritter auf dem weißem Pferd. Der Mensch, der dein Leben einen Sinn gibt.
    Und warum verstecken wir uns hinter Büchern? Ist es Zuflucht? Ein besseres Zuhause? Eine andere Welt? Können sie uns helfen? Können sie unsere Probleme lösen?
    Ja manches Mal bestimmt. Sie stärken uns und bieten uns die Zuflucht, die wir suchen. Sie bieten uns Lösungen, die wir annehmen können. Und sie bieten uns eine Alternative. Aber sie können nicht unser Leben leben, denn das kannst am Ende nur du tun.
    Nehmen wir als zweites Thema erotische Literatur. Immer wieder lesen wir sie, und wenn wir ehrlich sind, sogar gern. Aber wäre es euer Wunsch, Handlungen selbst zu erleben? Wie mutig wird man, selbst zu probieren? Vor allem definieren wir unser Wollen dann oder lesen wir es nur gerne?
    Damals, zu Goethes Zeit, wurde das Sexualleben noch nicht so verschmäht. Erst im Laufe der Jahrhunderte ist es ein Tabuthema geworden, darüber zu schreiben, ganz geschweige darüber zu reden. Ausleben nur an geheimen Orten. Ein Genuß, der keiner war. Inzwischen lockert auch das auf und der Markt bietet interessante Literatur, wie wir allein mit »Shades of Grey«, »80 Days«, »Devoted« oder »Crossfire« erleben dürften. Dabei spielt es nicht einmal eine große Rolle, wie anspruchsvoll die Lektüre ist. Meist fesselt die Handlung, nicht der Schreibstil. Sie zieht uns in ihren Bann, und ja, man lässt es zu. Diejenigen, die auf der Leipziger Buchmesse waren, werden wissen, das Lesen sexy ist. Das Angebot an erotischer Literatur hat zugenommen. Der Trend geht wieder in eine andere Richtung. Früher gab es Groschenromane, heute richtige Bücher. Wer lieber geheim liest, bestellt das EBook. Und so muss auch da die Themenvielfalt groß sein. Ja und wer es in seinen Leben ausprobieren möchte, der findet hier (https://www.secret.de/magazin/sinnliche-welten/die-welt-von-shades-of-grey) eine Möglichkeiten mutiger zu sein.

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    Janine Wilk
    Das Reich der Tränen
    Hardcover
    mit schwarz-weißen Illustrationen
    EUR 12,99
    14. Februar 2014
    ab 11 Jahren
    224 Seiten
    Buchinfo
    Immer wenn Mia Tränen in die Augen steigen, verlässt sie die Realität und findet sich im Reich der Tränen wieder – einer Welt mit blühenden Landschaften und Mias treuesten Freunden. Doch die Herrscherin dieses Reichs, Königin Zenoide, trachtet ihr nach dem Leben. Während Mia versucht, ihren Freund Goldiur aus dem Kerker der Königin zu befreien, findet sie heraus, dass das Reich der Tränen sehr eng mit ihrem wahren Leben verwoben ist – und sie sich in der Realität längst in den Fängen der bösen Königin befindet.

    Eine bewegende Geschichte über die Macht der Fantasie

    Autoreninfo
    Janine Wilk wurde am 07.07.1977 als Kind eines Musikers und einer Malerin in Mühlacker geboren. Schon von Kindesbeinen an war die Literatur sehr wichtig für sie, mit elf Jahren schrieb sie ihre ersten Geschichten. Mit Anfang zwanzig begann sie mit der Arbeit an ihrem ersten Buch und schon bald folgten die ersten Veröffentlichungen im Bereich Lyrik und Kurzprosa. Janine Wilk lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von Heilbronn.
    www.janine-wilk.de

    Illustrator:
    Karin Lindermann, geboren 1979 im Münsterland, studierte Grafikdesign mit Schwerpunkt Illustration in Münster. Seitdem arbeitet sie als freie Illustratorin von verschiedenen Orten aus. 2009-2013 war sie überwiegend im spanischen Raum (Andalusien, Mallorca) und Österreich (Salzburger Land, Südkärnten) und hat dort Malkurse für Erwachsene und Kinder gegeben. Die Basis für ihre Tätigkeit als Illustratorin liegt nun im schwäbischen Kirchheim unter Teck.
    Meine Meinung
    Das Cover bezaubert sofort. Auch wenn es für mich ein wenig melancholisch rüberkommt, mag ich es mit den Mohnblumen, die übrigens zu meinen Lieblingsblumen gehören. Die Zeichnung ist kindergerecht und passt bestens zum Buch selbst.
    Der Titel lässt schon vermuten, das wir hier trotz Kinderlektüre schwere Kost bekommen. Wir Erwachsene sehen die Dinge der häuslichen Kindergewalt ganz anders, als das betroffene oder unbetroffene Kind selbst. Wenn ich nun darüber nachdenke, ob 11 Jahre das richtige Alter für dieses Buch ist, würde ich dem zustimmen. Denn hier hat die Autorin wirklich gute Arbeit geleistet. Ohne Schnörkel oder langen Umschreibungen schreibt sie in einem einfachen aber poetischen Schreibstil aus der Sicht der kleinen Mia. Sie denkt, sie sei selbst Schuld für die Probleme, die sie hat. Nein, es wird ihr geradezu eingeredet. Ist es also nicht auch psychische Gewalt? Ist es im wahren Leben nicht auch so? Kind wird geschlagen und mit Vorwürfen schuldig für die eigene Situation gemacht. Schuldgefühle werden ihr eingeredet und. Und sind die Kinder nicht oft alleine mit ihren Problemen? Auch hier in diesem Buch wird Mia allein gelassen. Vom Vater, weil er selbst Angst hat, dann das Opfer zu sein. Die Oma, die sich hinter Entschuldigungen versteckt und auch nichts tut, die Schule, die machtlos zu sein scheint, weil Mia ja nichts erzählt.
    Ohne Probleme stellt uns Janine Wilk das Thema vor und gibt Mia ein Zufluchtsort, der sie unterstützt. Sie flüchtet in eine Traumwelt, die sie "Das Reich der Tränen" nennt. Dort gibt es gut und Böse, die immer nach und nach sehen lassen, welche Situationen und Personen Parallelen mit den realen Leben haben. Es ist wie eine Verarbeitungssituationen, die Mia Kraft geben. Aber schützen kann sie nicht. Sie muss selbst versuchen, stark zu werden.
    Schlussendlich wissen wir nicht, wie Mia es schafft, ihre Seelenblume zu beschützen. Wir wissen nur, das sie selbst Kinder bekommen hat und noch immer ins Reich der Tränen reist. Inzwischen kann sie sogar Kinder mitnehmen. Das ist ein Kritikpunkt. Denn wir sehen, was Mia erleiden muss, wir haben ein Kind, das Hilfe braucht und wir können nicht erkennen, wie sie die Probleme löst oder wer ihr hilft. Das ist ein wenig schade.
    Der Aufbau finde ich sehr gelungen. Die Autorin teilt es in nicht so lange Kapitel, die sich sehr gut lesen lassen. Zudem schmückt sie jeden Kapitelanfang mit einem Zitat aus berühmten Kinderbüchern wie die "Unendliche Geschichte" oder "Momo". Schöne Idee. Auch das Hinübergleiten in die Traumwelt, mit der helleren Schriftfarbe zu Anfang ist eine tolle Idee.
    Nicht zu vergessen, die Liste von Hilfsorganisationen, an die man  sich wenden kann.

    Ein lesenswertes Buch mit einer glaubhaften Geschichte, die nicht nur Magisch, sondern auch traurig ist. Ein Buch zum Nachdenken.

    Ich bedanke mich bei Blogg dein Buch und dem Thienemann Verlag für die Bereitstellung!

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    Krähenmädchen
    Band 1 der "Victoria-Bergman-Trilogie"
    Psychothriller
    Paperback
    480 Seiten
    ISBN: 978-3-442-48117-0
    € 12,99
    Verlag: Goldmann
    Erscheinungstermin: 21. Juli 2014 
    15.09.2014 - Narbenkind: Band 2 der "Victoria-Bergman-Trilogie"
    15.11.2014 - Schattenschrei: Band 3 der "Victoria-Bergman-Trilogie" 


     
    Buchinfo
    Wie viel Schreckliches kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?
    Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche ... Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?
    Autoreninfo
    Erik Axl Sund ist das Pseudonym des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist. Håkan ist Tontechniker, Musiker und Künstler. Jerker ist der Producer von Håkans Elektropunkband "iloveyoubaby!" und arbeitet zurzeit als Bibliothekar in einem Gefängnis. Zusammen haben sie drei Romane geschrieben, die Victoria-Bergman-Trilogie, für die sie 2012 mit dem Special Award der Schwedischen Krimiakademie ausgezeichnet wurden.
    Meine Meinung

    Das Cover ist Hammer. Allein die Aufmachung mit der Folie in den Schwedenfarben, fand ich schon toll. Aber das Cover selbst verspricht schon mal Spannung pur. Man wird neugierig. Mit dem lesen des Klappentextes wird deine Neugier nur noch angekurbelt.
    Ein Psychothriller, gar keine Frage. Das Autorenteam hat hier fabelhafte Arbeit geleistet. Langsam führt sie uns zum Ziel und baut zum Schluss einen bösen Cliffhanger ein. Klar, am Anfang wird man mit vielen Charakteren konfrontiert, aber alle entwickeln sich erst mit der Geschichte selbst. Unheimlich viel Psychologie dürfen wir erleben. Mich hat das Buch gefesselt. ich fand keine einzige Stelle, die mich gelangweilt hat oder sich unendlich zog. Durch die vielen Wendungen und Spannungsspitzen schaffen die beiden Autoren es, mich zu halten. Man möchte weiterlesen, man möchte wissen, was nun passieren wird.
    Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Keine unnötigen Beschreibungen, sehr gute Dialoge und ein spannender Aufbau. Manchmal denkt man schon, boah so viele Sichtweisen. Aber ohne geht es nicht, du brauchst sie, um an Informationen zu kommen. Auch wenn diese nur häppchenweise kommen. das gute, es liest sich spannend durch.
    Die Umsetzung, auch private Dinge mit einzubauen, ist sehr gut. zum einem lockert es ein wenig auf, zum anderen lernt man dem Menschen besser kennen. Wir erkennen Zusammenhänge schneller und fragen nicht ständig, wieso das nun so und nicht so gelöst wurde. das gibt dem Buch eine persönliche Note. das Thema selbst ist düster, um nicht zu sagen grausam. Nicht nur, das die Kinder umgebracht und missbraucht werden, sondern auch, das sie Gewalt erleben, das sie psychologisch fertig gemacht werden. Und dazu dann gespaltene Persönlichkeiten, die selbst eine grausame Kindheit hatten. Alles wird brutal erzählt, ohne zu beschönigen. Oft kommt man über seine Wut auf diese Grausamkeit nicht nach.
    Ich kann das Buch jedem empfehlen! Lest es, ich bekommt Lust auf mehr. Denn es gibt immernoch offene Fragen, die beantwortet werden wollen.
    Gänsehaut auf Dauereinsatz!

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    Claudia Winter

    Aprikosenküsse

    Format: Kindle Edition 
    Dateigröße: 796 KB 
    Seitenzahl der Print-Ausgabe: 346 Seiten
    Kindle Edition, ASIN: B00LZ6GW82, € 2,29 
    Taschenbuch, ISBN: 978-1500423025, € 9,99
    Verlag: CreateSpace
    erschienen: Juli 2014
     
    Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.Sprache:
    DeutschASIN: B00LZ6GW82
    Buchinfo
     "Es gibt Orte, an denen wir das finden, wonach wir uns gesehnt haben."
    Das Leben der Foodjournalistin Hanna könnte so wunderbar sein. Hätte sie nur nicht diese Restaurantkritik geschrieben, wegen der eine italienische Gutsherrin einen Herzinfarkt erlitten hat! Als sie auch noch versehentlich in den Besitz der Urne gelangt, reist die gewissensgeplagte Hanna nach Italien – und wird zum unfreiwilligen Opfer eines Testaments, das es in sich hat. Denn auch nach ihrem Tod verfolgt Giuseppa Camini nur ein Ziel: ihren unleidlichen Enkel in den Hafen der Ehe zu steuern. Eine Aufgabe, die ein ganzes toskanisches Dorf in Atem hält, ein Familiendrama heraufbeschwört und Hannas Gefühlswelt ordentlich durcheinanderwirbelt.
    Autoreninfo
     Claudia Winter ist Diplom-Sozialpädagogin an einer Grundschule und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater aufgrund der Sorge des sprachlichen Defizits. Die romantischen Komödien "Ausgerechnet Soufflé!" und "Häppchenweise" aus der Cook&Chill-Reihe sowie der Chick-Lit-Krimi "Heul doch, Paulina!" sind im AAVAA Verlag Berlin, erschienen, außerdem hat Claudia Winter einige Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien veröffentlicht. Am 1. August 2014 Claudia Winter ist Diplom-Sozialpädagogin an einer Grundschule und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater aufgrund der Sorge des sprachlichen Defizits.Claudia Winters Protagonistinnen sind Frauen mit liebenswerten Schwächen und der Fähigkeit, im Laufe ihrer Geschichten über sich hinauswachsen. Ihre Botschaft ist eindeutig: sich selbst nicht allzu ernst nehmen, mit offenem Herzen durch die Welt gehen, um Flügel wachsen zu lassen.Die Autorin lebt in der Nähe von Limburg an der Lahn mit ihrem Lebensgefährten und ihren zwei Hunden Kim und Luka.Homepage der Autorin: www.c-winter.de Facebookseite: https://www.facebook.com/cwinmail
    Meine Meinung
     Ich muss euch ja nicht erzählen, das ich mich auf dieses Angebot von Claudia Winter sehr gefreut habe. Es klang so romantisch, Fernweh erzeugend und nicht zu vergessen, kulinarisch. das ist schon so ein Charakteristika der Autorin, ohne dem mir was fehlen würde.
    Das Cover selbst habe ich erst nach dem Buch gegoogelt. Klar, ich war neugierig. Wie passste das zum Buch? Findet die Geschichte einen Bezug dazu? Tja, und ich würde belohnt. Allein die Farben klingen nach Toscana und ja die Aprikosen mussten da sein. Wäre ja auch was, wenn nicht. Es hat was schlichtes und doch was appetitliches. Als Buch sicher sehr reizvoll, es in die Hand zu nehmen. Es macht Lust auf Aprikosen. Wobei ich dazu sagen muss, das ich bisher noch keine italienischen gegessen habe. Bisher versuche ich immer die französischen zu bekommen. Aber vielleicht wäre es ja eine Möglichkeit, mal die italienische Sonne zu probieren. Nach Florenz wollte ich sowieso schon immer mal.
    Schade, schade, schade ... . Man möchte doch meinen, solch einen Ort gibt es wirklich in Italien. Er weckt Abenteuerlust, die Liebe zur Familie, die Liebe zum Essen und zur Natur. Er weckt das Erlebnis des Zusammenhaltes. Auch wenn dieser Ort so fiktiv ist, wie er nur sein könnte, wurde man in das Land Italien gespült. Man konnte sich dieses alte Gut vorstellen, man konnte sich die Landschaft mit diesem traumhaften Sonnenuntergang und den riesigen Aprikosenfeldern vorstellen. Land und Leute, die nur Fernweh auslösten. Wer diese Zeichnungen nicht mochte, diesen Ort oder auch die Leute selbst nicht leiden kann, der versteht nichts von der Liebe selbst, die Liebe zu seinen Träumen, die Liebe zur Familie und die Liebe zu seinem Land. man mag vielleicht das ein oder andere nicht haben oder fühlen, aber mit diesem Buch kann man davon träumen.
    Dieses temperamentvolle Werk war nun mein drittes Werk der Autorin. Und ja, ich wurde nicht enttäuscht. Während man irgendwie darauf wartet, kulinarisch verwöhnt zu werden, lässt sie ein Gedanken nach dem anderen der beiden Protagonisten los. Wir erleben die Gedankenwelt von Hannah und Fabrizio, was das ganze Abenteuer sehr interessant macht. Manches mal liest man ein Buch und würde so gerne wissen, was denn der andere denkt. Hier dürfen wir es lesen und es macht beide Personen richtig sympatisch. Auch wenn viele vielleicht denken, was Hannah für ein Biest ist, sieht man sehr oft hinter der Fassade der Halbitalienerin oder Halbdeutschen. Das dürft ihr euch selbst aussuchen ;-) Ein wenig unnahbar, aber allein durch ihre Kolleginnen Claire und Sasha sehen wir doch eine andere Hannah. Eine einsame Hannah. Man merkt es nicht sofort, aber durch diese zwei habe ich sehr schnell gemerkt, das diese Person eine andere sein sollte. Fabrizio ist bei vielen sicher sofortiger Sympathieträger, gerade seine unwirsche Art gespickt mit seinen Träumen.
    Ihr werdet beide mögen, früher oder später, das ist versprochen.´Aber vergesst die anderen nicht. In diesem Roman sind sie wichtig und ich empfinde sie mal gar nicht als Nebencharas. Ohne sie wäre das Buch nicht das, was es schlussendlich ist. Alle haben ihre Eigenheiten. Vielleicht klischeehaft italienisch, aber zum Knuddeln liebenswert.
    Der Schreibstil ist in einem Rutsch flüssig wegzulesen. Wieder Suchtfaktor! Mir gefallen die witzigen Schlagabtausche von Hannah und Fabrizio, nein eigentlich alle. Mir gefällt die romantische Landschaftsgestaltung, in der man sich sofort wohlfühlt. Ohne zu viele Worte, ohne unnötige Abschweifungen. Claudia Winter verliert sich hier nicht in Träumereien. Sie schafft eine fiktive aber doch reale Welt, voller Ideale und Wünsche, voller Liebe und Wünsche.
    Die Liebesgeschichte selbst ist keine Neuheit. Allerdings schafft es die Autorin sie neu zu erfinden. Super war die Art und Weise, die mich nie an das Ende denken lies. Klar wissen wir, wie solche Geschichten ausgehen. Wir wünschen uns doch ein Happyend. Aber dieser Roman versucht gar nicht erst zu beschönigen, wie es ausgehen wird. Man bekommt keine Lust, ans Ende zu blättern, um schon vorher zu sehen, wohin die reise gehen wird. Ich hatte das Bedürfnis Satz für Satz mit dieser Familie zu reisen. Egal wohin, da wäre ich gerne dabeigewesen. Gut gelöst war ebenso die Suche nach Hannahs Wurzeln. Eher nebensächlich und doch wichtig, sprenkelt Claudia Winter die Happen ein. Man merkt gar nicht, wie die Lösung näher rückt. Wobei beim Likör mir doch schon die Ahnung kam, sie war sogar richtig.

    Ich kann eigentlich jedem dieses Buch empfehlen. Zusichern kann ich euch auch, dass das Buch keine lange Lebensdauer aufweisen wird. Und das mir in Claudia Winters Romanen oft die Emotionen durchbrennen. Am Schluss darf geheult werden und mit Tränen in den Augen unbedingt die Lacher nicht vergessen. Die waren gut. Und zum Schluß auch nicht zu vergessen, zumindest hat es mich einen Freudenlaut entlocken lassen, die Rezepte. Das wird nachgekocht, versprochen!

    Ein temperamentvolles Liebesabenteuer, mit einer fernweherzeugenden Kulisse, italienischer Familienbande und soviel Herz in jede erdenkliche Richtung.
    Unbedingte Leseempfehlung!

    Eure Aline


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    Das wirst du bereuen
    Ab 14 Jahren
    Boje
    Hardcover
    300 Seiten
    14,99 €
    Genre: Jugendbuch
    Altersempfehlung: 14-17 Jahre
    Ersterscheinung: 18.07.2014
    ISBN: 978-3-414-82406-6
    Buchinfo

    Alle Welt denkt, dass Emma Putnam sich umgebracht hat, weil wir sie Schlampe genannt haben – und nicht weil sie eine Schlampe war. Echt klasse.
    Sara und ihre beste Freundin Brielle müssen sich vor Gericht verantworten –
    angeklagt, ihre Mitschülerin Emma gemobbt und in den Tod getrieben zu haben.
    Dabei war es doch Emma, die sich an Saras Freund Dylan rangemacht hat. Ein
    kleiner Denkzettel über Facebook muss da schon drin sein, finden die
    Freundinnen. Doch dann verselbstständigen sich die Dinge und plötzlich ist Emma
    tot …
    Autoreninfo
     Amanda Maciel hat nach ihrem Studienabschluss als Lektorin in verschiedenen Verlagen gearbeitet, im Moment ist sie Cheflektorin bei Scholastic. In ihrer Freizeit schreibt sie, sie geht gerne joggen oder fährt mit ihrem kleinen Sohn in der U-Bahn herum. Zusammen mit ihrem Sohn, ihrem Mann und ihrer Katze lebt sie in Brooklyn, New York. Das wirst du bereuen ist ihr erster Roman
    Meine Meinung
    Mal ehrlich, das Cover macht neugierig, nicht wahr?
    Ich hab mich gleich darin verliebt, kann aber auch an der Farbwahl liegen. Oder das schlichte, was die Story eigentlich nur noch schlimmer macht. Der Klappentext verspricht einiges, sagt aber vieles nicht aus. Allein schon deswegen muss es gelesen werden.
    Ich hatte mir nun etwas Zeit lassen müssen, dieses Buch zu lesen. Sehr schade, wie ich dann fand, denn es ist eins von dieser Sorte, wo man nicht aufhören kann. Es ist trotz des sehr heiklen Themas wirklich toll geschrieben. Ein flüssiger Schreibstil, der dich durch die Seiten gleiten lässt. Einfach und modern. Das gefällt mir hier sehr.
    Das Buch teilt sich in zwei Hälften. Immer im Wechsel erzählt uns die Autorin aus der Sicht der Protagonistin Sara. Zum einen die Gegenwart und zum anderen die Vergangenheit. dadurch wird uns schnell klar, worum es geht. Auch wenn ich manchmal gerne mehr Details gesehen hätte, wurde klar, das Sara nicht nur Täter, sondern auch Opfer ist. Das fand ich tragisch. Die Autorin schafft es hier aber, uns eine realistische Person zu zeigen und vorzustellen.
    Ich denke, es ist nicht einfach, einen Mobber darzustellen, denn die meisten Bücher mit diesem Thema handeln vom opfer selbst. Wie es gemobbt wird, wie es Hilfe bekommt und wie es endlich leben darf. Hier haben wir mal eine ganz andere Sichtweise. Auch wenn wir hier eine Täterin sehen, sehen wir gleichzeitig auch ein Opfer. Klar wird das erst mit dem Buch mit der Geschichte selbst. Wir erleben Sara als Mobberin, die doch selbst dort ein bisschen reinschlittert und wir sehen sie als zweierlei Opfer. Zum einen wird sie selbst eine Ausgestossene, was sie selbst verändert, und zum anderen war sie es bereits in der Vergangenheit. Durch den Zwang, was in der Schule zu sein, angesagt und mit schillernden Figuren umgeben zu sein, merkt sie nicht, wie falsch alles ist. Und dennoch wird im Buch auch klar, das sie nicht immer so ein Biest war. Durch ihre Freundschaft mit Brielle wird alles nicht einfacher. Brielle finde ich schwierig als Person und bemitleidenswert einsam. Und auch wenn Sara auch zum Schluss immer noch ihre Freundin irgendwie liebt, sieht sie ein, was ihr Einfluss auf ihr Wesen ausgeübt hat. Gleichzeitig wird uns auch eine liebevolle Sara gezeigt, die sich sehr um ihre Brüder kümmert. Sie liebt die beiden, und gibt den beiden irgendwie halt. Denn hier haben wir eine zerrüttelte Familie, was sicher ebenso Einfluss auf das Handeln von Sara hatte.
    Nicht das ihr denkt, ich beführworte Saras Handeln, denn das tue ich nicht. Gemobbt zu werden und andere soweit zu treiben, das sie sich das Leben nehmen, ist nicht mal ansatzweise zu befürworten.
    Ich fand es nur interessant, aus welcher Sicht wir dieses Buch lesen dürften und wie vielschichtig Sara dagestellt wurde. Vielleicht hätte ich gern mehr Farbe gehabt, ein bisschen mehr Gefühl oder Reue, aber im nachhinein weiß ich nicht, ob es hier passt.
    Ich kann dieses Buch empfehlen. Hier wird uns aufgezeigt, das man nicht immer nur Täter oder nur Opfer ist. Das Buch reizt zum Nachdenken zwischen den Zeilen und vielleicht steht da auch mehr, als wir lesen.

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  • 08/18/14--02:15: Hauke Herffs - Querbeat
  • Querbeat
    Roman
    von Hauke Herffs
    E-Book
    dotbooks
    Seiten: (ca.) 347
    Erscheinungsform: Originalausgabe
    Erscheinungsdatum: Jun 2014
    ISBN: eBook 978-3-95520-578-2
    5,99 €

    Vielen Dank an Blogg dein Buch!
    Buchinfo
    Wow, dachte er, die Welt ist nicht nur aussichtslos, manchmal gibt es auch Lösungen. Also los.

    Das Studium: abgebrochen. Die Karriereaussicht: Pizzakurier bis zum Pensionsalter. Der Beziehungsstatus: Dauersingle. Thomas würde alles dafür geben, sein miefiges Kleinstadtleben mit irgendjemandem zu tauschen – aber wer will so etwas schon haben? Dann aber lernt er die Punkband The Durdens und ihren durchgeknallten Frontmann Bender kennen. Und die Bassistin Nikki. Die ist hübsch … sehr hübsch sogar! Bevor Thomas so richtig weiß, wie ihm geschieht, ist er mit den Durdens auf großer Norddeutschlandtour. Die Band erwartet den ganz großen Durchbruch. Thomas wäre schon froh, wenn er Nikki etwas näher kommen könnte. Aber dann läuft alles anders als erwartet …

    Ein mitreißender und humorvoller Roman über große Hoffnungen, kleine Wunder und den Heldenmut, den es braucht, wenn man mit dem Leben in der Provinz klarkommen will.
    Autoreninfo
    Hauke Herffs wurde 1972 in Bremerhaven geboren. Er studierte in Göttingen und schrieb später für Magazine wie die deutsche Vanity Fair, Maxim, den Playboy und Musikzeitschriften wie Visions und Intro sowie für die Welt am Sonntag und die dpa. Seit 2008 ist Hauke Herffs Redakteur bei der Gala, seit 2010 Chefreporter. Heute lebt er in Hamburg und München. Er spielt als Gitarrist in der Band Drunk Motorcycle Boy. QUERBEAT ist sein erster Roman. 
    Meine Meinung
     Ein wirklich sehr unterhaltsames Buch.
    Ich einem flotten und leicht zu lesenden Schreibstil entführt uns Hauke Herffs ohne Schnick Schnack in das wirkliche Leben. Ein Student, der keiner mehr ist, eine Band, die mehr möchte, und natürlich die Liebe.
    Wir begleiten Thomas auf seinem Weg. Seine Ängste, Geheimnisse und Wünsche werden auch unsere. Ich selbst finde ihn sehr authentisch, auch die Story selbst. Man versteht ihn, ob man nun das gleiche durchgemacht hat, oder eben nicht. Er scheint ein Mensch zu sein, der dein Freund, dein Nachbar oder eben nur einer von so vielen Menschen sein könnte. Allerdings kann ich mich nicht immer in seine Situation hinein versetzen.
    Aber ist wie du und ich, kein Märchenprinz und auch kein Held. Ja, er gehört nicht einmal so richtig irgendwo dazu, was er sich so sehr wünscht. Realistisch lustig beschreibt uns der Autor sein Leben und lässt uns daran teilhaben, wie er endlich Menschen findet, wozu er gehören kann. Schmunzeln ist mindestens drin, auch wenn nicht immer mein Humor mit angesprochen wird, bleibt es flockig ludtig leicht.
    Das Cover hat mich eigentlich gleich überzeugt, mich für dieses Buch zu bewerben. Es hat was legeres, ein bisschen was vom Hippiedasein, etwas, was man Leben nennt. Vielleicht sind es auch die Farben und Motive, die mich danach hätten greifen lassen, wenn das Buch im Laden gelegen hätte. So genau kann ich das nicht definieren. Fazit ist aber: Es gefällt mir! Auch der Klappentext versprach viel. Schlussendlich ist es nicht so ganz meins gewesen. Der Humor kam nicht immer bei mir an, auch wenn ich den jugendlichen Schreibstil sehr wohl mochte. Ja, wie soll man es beschreiben, ich finde es nah am Leben.

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    Jennifer L. Armentrout
    Dark Elements - Steinerne Schwingen
    Reihe: 1/3
    August 2014
    Darkiss
    Seitenzahl: 448
    ISBN: 978-3-95649-048-4
    Preis: 12,99€
    Genre: Jugendbuch, Fantasy
    Altersempfehlung: ab 14 Jahre
     
    Hier könnt ihr es kaufen!

    Vielen Dank an Blogg dein Buch!

     
    Buchinfo
    Vampire waren gestern – jetzt kommen die Gargoyles!

    Nichts wünscht Layla sich sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Aber während ihre Freundinnen sich Gedanken um Jungs und erste Küsse machen, hat sie ganz andere Sorgen: Layla gehört zu den Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Dämonen jagen. Doch in ihr fließt auch dämonisches Blut – und mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben. Deshalb sind Dates für sie streng tabu, erst recht mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, dem Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie. Plötzlich wird sie auf einem ihrer Streifzüge von dem höllisch gut aussehenden Dämon Roth gerettet … und er offenbart ihr das schockierende Geheimnis ihrer Herkunft!


    Das Prequel zur Serie exklusiv als MIRA eBook: "Dark Elements - Bittersüße Tränen" 
    Autoreninfo
     Ihre ersten Geschichten verfasste Jennifer L. Armentrout im Mathematikunterricht. Heute ist der bekennende Zombie-Fan New York Times-Bestsellerautorin und schreibt Fantasy- und Liebesromane für Jugendliche und Erwachsene – und denkt nicht mehr an die schlechten Mathenoten von damals … 
    Meine Meinung
     Ein für mich wirklich fabelhafter Auftakt einer tollen Triologie. Schon jetzt fiebere ich dem zweiten Teil von "Dark Elements" entgegen, der sicher noch etwas auf sich warten lässt. Sehr sehr traurig, denn ich würde jetzt sofort gerne weiter lesen. Seufzzz
    Jennifer Armentrout schreibt in einem leicht lockerem Schreibstil, der an vielen Stellen sehr guten Humor aufweist. der Schlagabtausch in den Dialogen finde ich amüsant. Da fühlt man sich gleich noch besser unterhalten. Wir erleben aus der Sicht der 17jährigen Layla eine Story über Dämonen und Gargoyles. Die Dämonen das Böse und die Wächter das Gute. So meint man zumindest.
    Layla steckt dazwischen weil zur Hälfte Wächterin und zur anderen Hälfte Dämonin ist. Es fällt ihr schwer ein normales Leben als Teenager zu führen. So richtig passt sie nirgens rein.
    Ich mochte die Art und Weise der Autorin layla darzustellen. Manchmal denkt man schon, wie naiv sie ist, aber das ist sie nicht. Auf eine Art und Weise ist mutiger, als man es lesen kann. Man mag sie sofort, auch wenn mir das ein oder andere Mal die Konturen der Figur verloren gehen. Die Beschreibung ist etwas dürftig und das trifft auf jede einzige Figur zu. Bei den hoten Jungs kann man sich allerdings vieles zusammenreimen und ja, da sagt niemand nein zu ;-)
    Hier erleben wir eine andere Art der Fantasy. Nicht nur Engel oder Vampire. Jennifer Armentrout schafft neue Sphären, wie bei Obsdian auch. Na gut, eigentlich ist es egal. Mir zumindest, denn die Story stimmt ja auch so. Gut und Böse verteilen sich sehr gut. 
    Hach, warum zieht uns das Böse und Geheimnisvolle mehr an, als das Richtige und Gute? Ja, ich weiß darauf auch keine Antwort. Klar das Roth hier viel mehr punktet als Zayne, auch wenn ich zum Schluss selbst auch ihn irgendwie mochte. Und das hatte nicht mit dem Extra im Buch zu tun, wo wir eine Szene aus Roth seiner Sicht lesen dürften. Klar steht für Zayne seine Loyalität zu seinem Vater und Tun im Vordergrund, aber ich wurde nie schlau aus seinen Gefühlen für Layla. bei Roth konnte man da eine viel bessere Entwicklung entdecken, die uns gern Layla schütteln lassen wollten.
    Aber wir müssen ja bedenken, dass noch mindestens zwei teile folgen werden, wo wir eine Steigerung erwarten. Hier im ersten Teil baut sich die Geschichte langsam auf. Für uns bleibt einiges offen und schon jetzt wünscht man sich ein saumässig gutes Ende. An den Figuren kann durchaus noch gearbeitet werden, ich wünsche mir ein bisschen mehr Tiefgründigkeit, ein bisschen mehr Farbe für mein Kopfkino. Denn es ist so schade, so eine schöne Story zu lesen und sie sich nicht 100prozentig vorstellen zu dürfen.
    Das war auch nicht ganz das einzige Kreterium, welches mir nicht gefiel. Nicht nur die Wächter, Layla oder die Dämonen leben in ihren eigenen Welten. Dazu müssen ein paar Informationen her, die uns damit füttern, wie sie leben. Das fehlte hier gänzlig. Trotz das Layla in einem Haus voller Wächter aufwächst, sich schlussendlich auch mit Dämonen abgibt, bekommen wir wenig Infos. Aber, keine Sorge, mich persönlich stört es nur jetzt, wo ich diese besprechung schreibe.
    Für mich war es ein Buch voll nach meinem Geschmack. Dämonen, Engel, Teufel, Gargoyles ... ganz genau meins. Die Autorin setzt es wirklich Klasse um, uns die Figuren schmackhaft zu machen. Eine andere Welt, so wie es sich gehört. Ich wollte das Buch nicht zu Seite legen. Aber das blöde reale Leben war auch noch da. das hat dem schnell einen Schnitt durch die eigene Rechnung gemacht. Dennoch hatte ich es recht schnell gelesen und kann den zweiten Teil gar nicht erwarten. Die Charas bekommen sicher ein bisschen mehr Farbe, die Story bekommt noch weitere Höhepunkte, ja und die Liebe wird sich sicher für einen Weg entscheiden, mit dem wir hoffentlich klar kommen. bereitet mir ein bisschen Sorge, in welche Richtung es hinauslaufen wird.
    das Cover finde ich eigentlich schon gelungen. Ein wenig düster und der Ring bezieht sich tatsächlich auf die Geschichte selbst. Allerdings finde ich das Paar im Ring unpassend, da es auch mit keinem der Charas etwas gemeinsam hat. Ansonsten finde ich hier eine tolle athmosphärische Gestaltung vor, die gut zum Buch passt. Das beinhaltet den Schriftzug ebenso, wie auch die Farbgestaltung.
    Ach und was ich noch sagen wollte, der kleine Seher hat es mir doch auch angetan, so altklug wie er daherkam, war es erfrischend anders. Ich hoffe, er bekommt noch eine weitere Rolle in den Folgebänden. Schön wäre es.
    Ansonsten auch noch ein kleines Nachwort. "Bittersüße Tränen" werde ich sicher auch lesen, sobald es erscheint. Eine kleine Kurzgeschichte, bei der es um Jasmine geht. Eine Vorgeschichte, die hoffentlich genauso lesenswert ist.

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    Die Auserwählte
    Roman 
    Genre: Urban Fantasy
    Paperback 
    416 Seiten
    ISBN: 978-3-442-47701-2
    12,99 EUR
    Verlag: Goldmann
    Erscheinungstermin: 18. Februar 2013 
    Buchinfo
    Mia Price liebt es, vom Blitz getroffen zu werden. Es löst in ihr eine überwältigende Energie aus, nach der sie sich immer öfter sehnt. Als aber ein gewaltiges Erdbeben ihre Heimat Los Angeles fast komplett zerstört, geht es nur noch ums Überleben. Im Chaos der Nachbeben werben zwei rivalisierende fanatische Gruppen um Gefolgsleute. Beide versprechen, dass nur ihre Anhänger den nahenden Weltuntergang überleben werden, und beide wollen Mia auf ihre Seite ziehen. Ist sie etwa die Schlüsselfigur der bevorstehenden Apokalypse?
    Autoreninfo
     Jennifer Bosworth lebt mit ihrem Mann Ryan in Los Angeles, Kalifornien, wo der Blitz nur äußerst selten einschlägt. Aber wenn es ein Gewitter gibt, dann bringt sie sich selbst schnell in Sicherheit. Zusammen mit ihrem Mann bildet sie ein erfolgreiches Autoren- und Regieteam.
    Meine Meinung
     Das ist doch mal ein schöner Roman für junge Erwachsene, die ich als etwas düster bezeichnen würde. Sehr wohl nach meinem Geschmack, wo ich mir eine Fortsetzung wünschen würde, wenn die Autorin dies umsetzen wollen würde. Leider wird es keine geben, zumindest momentan nicht. Aber keine Sorge, man kann duiesen Roman sehr gut lesen, ohne das Informationen fehlen. Ab und zu gibt es allerdings ein paar Stellen, wo man sehr gut einen weiteren Teil anknüpfen könnte.

    Wir erleben die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Mias Sicht. Wir lernen sie kennen und irgendwie auch mögen. Sie ist stark und zu früh erwachsen geworden. Allerdings auch etwas menschenscheu und weiß mit ihrer Gabe wenig anzufangen. Oft kommt sie auch so rüber, das jeder mehr weiß als sie, das jeder ihre Begabung besser kennt und einsetzen kann, als sie es je könnte.  Wenn man glaubt, sie sei arrogant, ist es nicht wahr. Denn ich denke, sie versteckt sich dahinter. Sie hält sich zurück. Dies wird schon allein dadurch deutlich, das sie sich keiner der zwei Gruppierungen anschliessen möchte. Ich empfinde beide ein bisschen als Sekte. Zum einen die Gruppierung um Prophet und seine Jünger, alle in weiss gekleidet, zum anderen die in schwarz gekleideten Suchenden. Es scheint was gegensätzliches zu sein, aber dennoch brauchen sie beide Mia. Sie sind Rivalen und ind er dramatischen zeit nach dem Erdbeben, sind die Menschen, welche auf der Suche nach Zugehörigkeit sind, gefundenes Fressen. Jeder scheint Teil einer dieser Gruppierungen zu sein, nur Mia nicht, die erst sehr spät begreift, das sie diejenige ist, die die Fäden ziehen könnte. Manchmal nervte mich dieses gerangel um Mia, die immer nicht genau zu wissen schien, wie viel Wert ihre eigene Gabe eigentlich war.
    Drum herum finden wir eine kleine Liebesgeschichte, die nicht ganz in den Vordergrund rückte. Das fand ich bei dieser Dystopie nicht schlecht. Es passte zu der düsteren Weltuntergangsstimmung.
    Das Thema um Blitze, Erdbeben und Weltuntergang hat die Autorin in ihrem Debütroman super umgesetzt. Es war mal was anderes. Nicht nur romantisch und engelsgleich, sondern hier mal düster und nur etwas romantisch angehaucht. Dennoch hätte es ruhig etwas mehr Böse und weniger friedlich ablaufen können, denn Weltuntergang verknüpft man nicht mit seichten Erlebnissen. Ein wenig mehr Dramatik hätte ich toll gefunden.
    Auch das Ende war zu einfach und mir persönlich zu schnell runtergespult. Klar, ich mochte die geschichte schon sehr leiden, aber es war zuviel Denke da als Aktion. da hääte ich mir gerne mehr gewünscht.
    Ansonsten fand ich das Buch gelungen. Die im Hintergrund gelegte Liebesstory, der Fanatismus beider Gruppierungen in einer Zeit, wo der Mensch nach Antworten sucht, und so zu schnell Opfer wird, fand ich sehr gut umgesetzt. Ebenso die Blitzthematik und die detailierte Katastrophe des Erdbebens.
    Eine lesenswerte Dystopie, wo man schon noch auf eine Fortsetzung hofft.

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    CONN IGGULDEN
    „Die Rosenkriege –Sturmvogel“
    DEUTSCHE ERSTAUSGABE
    608 Seiten
    Heyne
    ISBN: 978-3-453-41796-0
    11.08.2014
    9,99 €
    Taschenbuch
    Buchinfo
    Ein Sturm zieht über England herauf: Der Kampf um die Krone beginnt
    England 1437: König Henry VI. ist krank und unfähig zu regieren, das Königshaus gerät ins Wanken. Zudem droht ein Konflikt mit Frankreich, der England in eine Katastrophe reißen könnte. Die Vermählung Henrys mit der französischen Adeligen Margaret von Anjou soll die Macht des Reiches sichern. Doch das Bündnis mit den verhassten Franzosen ruft bei der Bevölkerung Empörung hervor. Richard, Duke von York, nutzt den Hass gegen den König und seine willensstarke Gemahlin zu seinen Zwecken – die Rosenkriege beginnen …
    Autoreninfo
    Conn Iggulden unterrichtete Englisch an der Universität von London und arbeitete sieben Jahre als Lehrer, bevor er schließlich mit dem Schreiben historischer Abenteuerromane begann. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen im englischen Hertfordshire. Die Romane seiner "Emperor"-Trilogie stürmten binnen Kurzem die britischen Bestsellerlisten. 2006 gefolgt von seinem ersten Sachbuch dem "Dangerous Book for Boys", das er zusammen mit seinem Bruder Hal schrieb und das das als "Buch des Jahres" bei den British Book Awards ausgezeichnet worden ist. Ein Buch wie das "Dangerous Book" hätten sie damals gerne zur Hand gehabt. Nun haben sie es selbst geschrieben und der goldenen Zeit der Kindheit und der Abenteuer ein Denkmal gesetzt.
    Meine Meinung
    Ihr denkt bestimmt wieder, boah, schon wieder ein historischer Roman. Und wieder ein Thema, das schon so ausgelutscht zu sein scheint. Aber nichts da. Conn Iggulden schafft es, alles neu zu erfinden und mitreissend zu schreiben.
    Nicht ganz bleibt er bei den zeitlichen Fakten, weshalb wohl auch bewusst in dem Buch auf Zeitangaben verzichtet wird. Nicht immer hilfreich, denn die Handlung springt schon mal weit in die Zukunft. Mich hat es oft etwas verwirrt, nicht zu wissen, wieviel Zeit wirklich vergangen ist. Schön umgesetzt finde ich das Thema "Rosenkriege" allerdings schon. Um eine runde Geschichte zu kreieren musste das ein oder andere verändert werden, wie der Autor am Schluss sehr gut erklärt. Die Angabe, was historisch belegt wird, ist ebenso lesenswert. Gerade für mich, die eigentlich eher 15. Jahrhundert oder drüber lese, war es mal eine Herausforderung einen Roman um diese Zeit zu lesen und auch dabei zu bleiben.
    Der Roman ist gut recherchiert und liest sich eigentlich recht rund. Dadurch das den Charakteren hier ein wenig Leben, der ein oder andere Charakterzug, eingehaucht wurde, haben wir nicht nur trockene Fakten, sondern auch ein bisschen Dasein. Natürlich darf hierbei nicht der Meisterspion fehlen, der das ganze einfädelt und so manche Lücke füllt. Ihn mochte ich irgendwie leiden, auch wenn er sehr gewieft war. Oft bekam er dadurch angenehme Züge. Er ist übrigens fiktiv und bestens gelungen. Allerdings muss ich dazu sagen, das ich am Anfang mit ihm meine Schwierigkeiten hatte und ich ihn erst so richtig mit dem Fortgang der Geschichte mögen gelernt habe. Er zeigte seinem Gegenüber keine Schwäche und verstand zu manipulieren, in seinem Inneren allerdings, sah es oft genug anders aus. Sehr gut gelungener Protagonist.
    Auch die anderen Figuren, die diesen Roman gelingen lassen, sind durchaus gelungen und menschlich. Das macht das Lesen viel angenehmer und die Seiten blättern nur so dahin. Gerade, wenn man Bilder sieht (ich hab ein bisschen gegoogelt), fragt man sich oft, was dachten und fühlten diese Menschen, und da freut man sich doch, wenn es einem Autor gelingt, Charakterzüge zu gestalten. Eine Liebesgeschichte erwartet uns hier nicht, was zu dem manchmal schon grausamen Beschreibungen Conn Iggulden auch nicht passen würde. Die Zeit war damals rau und kriegerisch, politisch, um es nicht noch besser zu beschreiben. da wurden keine Hochzeiten gefeiert, die aus Liebe entstanden, auch wenn man Liebe entdecken konnte (wie hier an der Schwester von Margaret zu sehen).
    Ich finde diesen Auftakt der Triologie sehr gelungen. Die Ereignisse spitzen sich zum Ende hin zu und lassen auf eine tolle Fortsetzung hoffen. Wer es historisch mag, sollte dieses Epos lesen. wirklich gelungen und eine klare Leseempfehlung.

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    Hallöchen meine lieben Leser,

    Heute mal etwas anderes. Nun ja, so weit anders ist es nicht. Denn Verfilmungen sind im Grunde ja nichts anderes, als zum Leben erweckte Bücher. Hier geht es um die Romanvorlage von Gillian Flynn. Ein weltweiter Bestseller.
    Nicht immer versprechen Verfilmungen das, was sie eigentlich sollten. Nicht immer sind Verfilmungen genauso oder ähnlich gut, wie das Buch selbst. Aber hier dürfen wir mehr erwarten. Die Umsetzung soll gelungen sein und zudem verspricht ein Streifen von David Fincher Qualität.

    Die Story des Films

    Amy Dunne (Rosamund Pike) verschwindet an ihrem fünften Hochzeitstag spurlos. Alle Indizien rücken den Ehemann Nick Dunne (Ben Affleck) in das Zentrum der mutmaßlichen Straftat, sein eigenartiges Verhalten trägt zum Verdacht seiner Umgebung nicht unwesentlich bei. Eigentlich galt er in ihrer Heimatstadt als perfekter Ehemann, doch mit dem Fortgang der Ermittlungen wird klar, dass dieses Bild zwar trügt, doch auch Amy nicht die sanfte Person war, die ihre Umgebung kannte. Mit dem Fund von Amys Tagebuch und einer mysteriösen, silbernen Geschenkbox, die sich gut versteckt in ihrem Schlafzimmer befand und offensichtlich geleert wurde, geraten die Ermittler in einen Strudel aus Lügen und Täuschungen. Doch während die ganze Stadt an der zerstörten Illusion einer perfekten Ehe zu verzweifeln droht, beteuert Nick weiterhin seine Unschuld.

     

    Ja, meint ihr nicht auch, das es sehr spannend aussieht und sich dieser Film lohnt, schon auf der Leinwand gesehen zu werden? Ich denke schon, und vielleicht seht ihr das ja genauso.

    Und weil ich denke, das man hier nicht nur die Verfilmung vorstellt, werde ich euch auch das Buch vorstellen. Ich selbst habe es noch nicht gelesen, wäre vor der Ausstrahlung vielleicht eine sehr gute Idee.


    Gillian Flynn

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    Taschenbuch
    Fischerverlage 
    Aus dem Amerikanischen von Christine Strüh

    Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90

    ISBN: 978-3-596-18878-9

    „Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt?
    Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. Dann erhält er sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?
    Selten wurde so raffiniert, abgründig und brillant manipuliert wie in diesem Psychogramm einer Ehe - ein teuflisch gutes Lesevergnügen.

    Ich möchte diesen Film sehen, den wenn das Buch schon psychologisch raffiniert sein soll, dann sollte der Film mindestens genauso gut umgesetzt sein. Es wäre zumindest interessant zu ergründen, welches das Bessere ist.
     Entweder das Buch oder der Film!

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    Wild Cards
    Das Spiel der Spiele
    Deutsche Erstausgabe
    Paperback 
    544 Seiten
    ISBN: 978-3-7645-3127-0
    € 15,00
    Verlag: Penhaligon
    Erscheinungstermin: 25. August 2014
    Buchinfo
    Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg breitete sich ein Virus über die Menschheit aus. Doch nicht alle Betroffenen erlitten dasselbe Schicksal, sondern es war wie beim Pokern: Manche hatten gute Karten, andere nicht. Viele zogen die Pikdame und gingen drauf. Nur jeder Zehnte zog einen Joker, mutierte mehr oder weniger stark, kam aber mit dem Leben davon. Nur den allerwenigsten spielte das Virus ein Ass in die Hand – und damit besondere Begabungen. Doch diese Asse wissen kaum, was sie mit ihren Superkräften anfangen sollen. 2010 wundert sich niemand mehr über Asse – sofern sie in ihrer Bedeutungslosigkeit überhaupt noch jemand wahrnimmt.
    Da kommt American Hero, die TV-Casting Show für Superhelden, scheinbar gerade recht. Sämtliche Asse sind aufgerufen, vor laufender Kamera gegeneinander zu kämpfen. Zu den Teilnehmern zählen beispielsweise der Blogger Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, die schüchterne Ana Cortez, die mittels Gedankenkraft den Erdboden bewegen kann, oder der Bandleader „Drummer Boy“, der ohrenbetäubend mit seinen sechs Armen auf seinen Bauch- und Brustmuskeln trommeln kann.
    In vier Teams eingeteilt, Karo, Herz, Pik und Kreuz, treten die Asse mit ihren ganz unterschiedlichen Begabungen gegeneinander an und meistern vor laufenden Kameras die gestellten Aufgaben – teils lässig, teils blamabel. Für die Kandidaten geht es um Aufmerksamkeit, Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht: Denn in Ägypten mordet sich ein fanatischer Diktator mit der Unterstützung lokaler Asse an die Spitze der Macht über ganz Arabien. Unter Anführung von „Lohengrin“, einem deutschen Ass, das eine unzerstörbare Ritterrüstung heraufbeschwören kann, beschließen die Kandidaten von American Hero, sich mit ihren wiederentdeckten besonderen Kräften in das Weltgeschehen einzumischen und gemeinsam für das Gute zu kämpfen, anstatt für das Fernsehpublikum gegeneinander zu spielen. Sie reisen in die Krisenregion und finden unter den dortigen Jokern rasch zahlreiche Verbündete. Lohengrin, Hive, Drummer Boy, Ana und ihre Mitstreiter sehen sich nun mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert als bei American Hero. Im finalen Kampf stehen sie dem „Dschinn“ gegenüber, dem mächtigsten aller Asse und Verbündeten des Diktators. Nun geht es um Leben und Tod.
    Autoreninfo
    George R.R. Martin, geboren 1948 in Bayonne, New Jersey, lebt heute mit seiner Frau in Santa Fe, New Mexico. 1971 ver­öffentlichte er seine ersten Kurzgeschichten und ge­lang­te damit in der amerika­nischen Science-Fiction-Szene zu Ruhm. Gleich mehr­fach wurde er mit dem renommierten HUGO Award ausge­zeich­net. George R.R. Martin war einige Jahre in der Pro­duktion von Fern­seh­serien tätig, etwa als Dramaturg der TV-Serie Twilight Zone. 1996 schuf er den Auftakt zu Das Lied von Eis und Feuer, wovon allein in Deutschland über 3,6 Millionen Exemplare verkauft wurden und das seit 2011 von HBO als Game of Thrones kongenial verfilmt wird.
    Die neuen Wild Cards wurden zum Leben erweckt durch Daniel Abraham, Melinda M. Snodgrass, Carrie Vaughn, Michael Cassutt, Caroline Spector, John Jos. Miller, George R.R. Martin, Ian Tregillis und S.L. Farrell. Drei weitere Bände der Wild Cards sind in Planung, Syfy Films, die unter anderem Heureka und Stargate schufen, arbeiten bereits am Drehbuch für die Verfilmung.
    Meine Meinung
    So, das war ein wirkliches Buch nach meinen Geschmack. Ich gebe zu, ich war sehr skeptisch, als ich angeschrieben wurde und ich überlegte, ob  ich es lesen wollen würde. Ich entschied mich dafür, weil es mich neugierig machte, wie viele Autoren gleichzeitig einen Roman schreiben können, ohne an Qualität zu verlieren. Und ehrlich, viele lesen diesen großartigen Namen des aufgedruckten Autors. Ich nicht. Mich hat das Cover angeregt, neugierig zu werden. Was hat es auf sich? Was bedeutet dieses Bild? Ritter? Karten? Schon etwas merkwürdiges Cover. Aber, und nun komm´s : ES PASST PERFEKT! Das Cover finde ich sehr gelungen. Es war gar nicht nötig, den Autor so hervorzuheben, denn es sagt ausreichend aus und passt super zur Story. Der klassische schwarze Hintergrund hebt die Gestaltung unmerklich hervor. man schaut dieses Buch an und Fragen kommen auf. So war es bei mir. Schlussendlich ist es ein passendes Cover, das mir sehr gefällt. Vor allem da hier der deutsche Superhero Lohengrin abgebildet wurde ;-) Neun Autoren schaffen ein Buch, nein eine Reihe, zusammen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies sonderlich einfach war. Nun gut, dadurch, dass George R.R. Martin das Lektorat übernommen hatte, dürfen wir schon von einer Qualität ausgehen, die lesbar sein sollte. Und ja, sie war es. Ich habe nicht wirklich Unebenheiten beim Lesen gespürt, weil ein anderer Autor schrieb. Das Gute hier in der Planung war, das jeder Autor hier aus der Sicht einer Figur geschrieben hat. Vielleicht fiel es dadurch nicht auf. Nicht, das mich das viel gestört hätte. Ich fand die Übergänge durchaus gelungen. Ein fabelhaftes Buch mit einer tollen aufregenden Story. Superheros. Ein Thema, welches hier mal so anders gestaltet worden ist. Ein Virus macht menschen zu Heros, zu Superhelden, ob sie es nun wollen oder nicht. Nicht immer sind sie mit der Gabe glücklich. Entweder, weil sie nicht besonders ist oder weil sie sie noch gar nicht vollständig entdeckt haben. Die Umsetzung finde ich voll gelungen. So ganz andere Superheros mit teilweise sehr skurilen Gaben, die ich sehr kreativ und interessant finde. was ich am liebsten mochte? Ich weiss es nicht. Sie waren alle so interessant und ungewöhnlich, das man sie einzelnd ebenso mochte, wie die gemeinsame Verwendung. Jaaa, es gibt jetzt nicht nur Marvel-Helden! Hier ist die neue Generation. Die Figuren lernt man erst nach und nach kennen. dadurch, das wir die Geschichte aus verschiedenen Sichten lesen dürfen, bekommen wir auch Einblicke in die ein oder andere Gestalt. Nicht schlecht umgesetzt, wobei man hier sehr aufpassen musste, nicht zu oberflächlich zu erscheinen. Nach und nach wurde ich aber überzeugt und lernte tolle Protagonisten kennen, die alle ein richtiger Held sein wollten. Wobei hier die Vorstellungen auseinander gehen, wie so einer aussehen sollte. Die unterschiedlichen Meinungen finde ich gut umgesetzt. Das ausgerechnet ein deutscher Hero hier den wahren Helden darstellen darf, mag uns Deutschen gefallen. Lohengrin ist ein interessanter Chara mit deutschen Werten und Vorstellungen. Mag uns manchmal etwas steif rüberkommen, aber schlussendlich gefällt er mir. Mein Lieblingschara bleibt allerdings Jonathan Hive. Am Anfang ä0sserst blassiert und oberflächlich lernen wir ihn hier noch ganz anders kennen. Nicht nur das er ungewöhnlich Freundschaft schliesst, will er doch nur helfen. Er kann nicht über seinen Schatten springen und NUR sein Ziel, ein toller Schriftsteller zu werden, verfolgen. Moralische Werte ändern seine Meinung und das mag ich. Oft gibt er sich als Scheusal, aber er zeigt auch, das es anders geht. Ich habe mir am Anfang nicht die Mühe gemacht, mir alle Charas zu merken. Es wäre zu schwierig geworden mir diese vorzustellen. Ich habe darauf gewartet von ihnen selbst zu lesen, um mein Bild im Kopf nzu bilden. das war eine gute Entscheidung, denn so ergaben sie beim Finale auch ein wirklich gutes Bild. Nicht gemocht habe ich Drummer Boy, denn er hat bis zum Schluß seine Einstellungen nicht geändert. Er ist nicht nach Ägypten geflogen, um nicht wirklich zu helfen, sondern um Kate zu bekommen. Für ihn war es eine Konsequenz, sich den anderen Heros anzuschliessen, auch wenn er zum Kampfende ordentlich beiträgt. Da fand ich Rustbelt authentischer, dessen Gedankengänge nachvollziehbar waren. Ebenso Stuntman, auch wenn er nicht so glänzend dasteht, weil ihn ihn ganz andere Motive antreiben. Als Lohengrin zur Halbzeit des Buches auftaucht und in die Geschichte vollständig integriert wird, ändert sich der Schauplatz. Von einer überzogenen Fernsehshow zur Realität, der Schauplatz der Krieg in Ägypten. Ein Kalif, der alle Heros vernichtet sehen möchte. Auch die Einstellungen ändern sich dort erheblich, eine wirklich gelungene Wendung. Ein richtig gelungenes neues Abenteuer mit tollen Helden, die alle so eigen sind. Ich bin sowas von bereit die Fortsetzung zu lesen. ja und die Verfilmung kann ich nicht erwarten. darauf freu ich mich wirklich. Es wird Zeit für neue Helden!


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    Mein Sommer am See
    Roman

    Deutsche Erstausgabe

    Taschenbuch
    416 Seiten
    ISBN: 978-3-442-74555-5
    € 9,99
    Verlag: btb
    Erscheinungstermin: 12. Mai 2014
    Buchinfo
    Die erste Liebe, eine nicht ganz einfache Mutter-Tochter-Beziehung und ein geheimnisvolles Päckchen aus der Vergangenheit
    Eines Tages bekommt Beth ein Paket. Darin ein Album mit Fotos, Notizen und anderen Erinnerungsstücken, die Beth noch nie zuvor gesehen hat. »Das Buch unserer Sommer«, in dem ihre Mutter Marika die Erinnerung an jene Sommerferien festgehalten hat, die Beth in ihrer Jugend bei ihr in Ungarn verbrachte. Eine Zeit, in der Beth hin und her gerissen war zwischen ihrem zurückhaltenden Vater, mit dem sie im englischen Devon lebte, und der temperamentvollen Mutter, die die Sehnsucht nach der Heimat von ihrer Familie fortgetrieben hatte. Eine Zeit, in der Beth sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich ihren Platz im Leben zu finden. Eine Zeit, die mit einer schockierenden Enthüllung endete, als Beth gerade 16 war. Seit damals hat Beth jeden Gedanken an diese Zeit weit von sich geschoben. Doch das Album bringt all ihre Erinnerungen wieder zurück – an die erste Liebe, an flirrend heiße Sommertage und kühle Waldseen. Und an den Tag, an dem alles zerbrach …
    Autoreninfo
    Emylia Hall, geboren 1978, weiß, wovon sie schreibt: Als Tochter eines englischen Künstlers und einer aus Ungarn stammenden Kostümbildnerin wuchs sie im ländlichen Devon im Südwesten Englands auf, verbrachte aber jeden Sommer in Ungarn. Nach ihrem Studium in York und Lausanne arbeitete Emylia für eine Werbeagentur in London, bevor es sie in die französischen Alpen verschlug. Dort entschloss sie sich, ihren lang gehegten Traum vom eigenen Roman Wirklichkeit werden zu lassen. Ihr Debütroman "Mein Sommer am See" war auf Anhieb ein großer Erfolg, wurde in zahlreiche Länder verkauft und in Großbritannien als das Sommerbuch 2012 gefeiert.

    Emylia Hall lebt heute mit ihrem Mann in Bristol.
    Meine Meinung
     Ein Buch das ganz langsam macht. Es braucht Zeit mit dir und ist somit keins dieser Bücher, die verschlungen werden wollen. Sehr gut, wie ich fand und eine gelungene Abwechslung.
    Emily Hall erzählt uns eine Geschichte, bei der ich nicht auf das Ende scharf war. Ich genoß den Charakter, der mit jeder neuen Seite, wuchs und mir eine neue Seite aufzeigte. Die Vater Tochter Beziehung war am Anfang etwas traurig, allerdings verstand ich sie dann. Ich verstand den Vater, Beth, die Mutter irgendwie.
    Das Debütalbum der Autorin ist einem sehr schönen ausdrucksstarken Schreibstil verfasst. Deswegen würde ich auf die bezeichnung Sommerbuch verzichten, denn es braucht solchen Putsch nicht. Klar, wir haben hier das Thema Sommer, der immer wiederkehrt, einen wahnsinnig tollen See, dessen klares frisches Wasser man selbst auf seiner Haut spüren möchte, aber das Buch hat soviel Tiefe, das ich es nicht als Strandschmöker missbrauchen möchte. Man reist mit der Geschichte und erfährt erst nach und nach die Ereignisse. Es wird nie eilig, man kann die Personen kennenlernen und die beziehungen verstehen. Das fand ich schön. Alles unterstützt vom zeitlichen Wechsel. Immer wieder Einblicke in die Vergangenheit, damit wir wissen, was geschah. Und dann wieder die gegenwart, wo wir erlebeen, wie das Vergangene verarbeitet wird.
    Die Charas waren ebenso gut durchdacht. Beth wird nach und nach ein Sympathieträger. Am Anfang hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten mit ihr. Nicht immer war mir klar, warum sie so handelt, wie sie handelte. Aber nach und nach wird es nachvollziehbarer. Bei den Eltern war mir das nicht so klar, mir fehlte da manchmal das Verständnis, dennoch fügen sie sich sehr schön in die Geschichte ein. Was sie schlussendlich auch ausmacht.
    Das Cover finde ich sehr schön, ob es passt, mag ich mich immer noch nicht entschliessen, aber ich mags trotzdem. Ach ja, und eigentlich finde ich den Originaltitel "The Book of Sommer" passender. Auch wenn das entscheidene in diesen einen Sommer stattfindet, erleben wir doch einige andere Sommer.
    An und für sich ein wirklich schöne Geschichte mit interessanten Protagonisten und zwischenmenschlichen Beziehungen, die oft kompliziert und aufwühlend waren. Aber der gehobene Schreibstil macht das Buch noch viel interessanter.

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    Hummeln im Herzen
    Frauen-Roman 
    9,99 EUR


    Bastei Lübbe
    Taschenbuch
    398 Seiten
    Ersterscheinung: 16.09.2014
    ISBN: 978-3-404-17168-2
    Buchinfo
    Von der Liebe darfste dich nich feddich machen lassen– diesen weisen Rat hört Lena gleich mehrmals von Taxifahrer Knut. Aber leichter gesagt als getan, wenn der Verlobte eine Niete und der Job wegen eines äußerst peinlichen Fehlers plötzlich ein Ex-Job ist. Für Selbstmitleid bleibt Lena aber sowieso kaum Zeit. Ihr Leben muss dringend generalüberholt werden, und außerdem zieht ausgerechnet sie als Ordnungsfanatikerin in die chaotische WG ihrer besten Freundin. Vor allem Mitbewohner Ben nervt! Der ist nämlich nicht nur unglaublich arrogant, sondern auch ein elender Womanizer. Umso irritierter ist Lena, als ihr Herz beim Gedanken an ihn immer öfter auffällige Aussetzer hat …
    Eine wunderschöne Liebesgeschichte, voller Humor und Herzenswärme
    Autoreninfo
     Petra Hülsmann, Jahrgang 1976, wurde in der niedersächsischen Provinz geboren. Später brach sie erfolgreich ihr Studium der Germanistik und Kulturwissenschaft in Bremen ab, machte eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin in Bremerhaven und landete schließlich in Hamburg, wo sie zehn Jahre als Sekretärin in Rechts- und Patentanwaltskanzleien arbeitete. 2013 reiste sie für sechs Monate mit ihrem Mann durch Südostasien. Inzwischen lebt die Autorin wieder mit ihrem Mann in Hamburg und schreibt derzeit an ihrem zweiten Roman.
    Meine Meinung
     Ein Roman für den Frühling, den Sommer, Herbst oder Winter, zu lesen am Strand, auf dem Sofa oder wo auch immer ihr euch wohlfühlt. Also ein Roman für jede Jahreszeit und für jede Situation.
    Mir war vorher klar, das diese Story keine neue Erfindung ist. (Kidders, ich weiß nicht einmal, warum wir darauf immer wieder hinweisen.) Es war mir aber egal und tauchte somit in die Welt von Lena ein. Das Ziel war mir bekannt, nun machte mich der Weg dorthin neugierig.
    Lena ist eine bezaubernde irgendwie auch chaotische Person. Es machte Spaß mit ihr durch die Seiten zu ziehen und das Leben zu leben, zu welches sie sich entschlossen hatte. Das sie ein Leben lebte, welches sie gar nicht selbst plante, wird ihr erst nach einigen Katastrophen klar. Endlich versucht sie sich selbst zu finden und schlägt ganz ungeplante Schritte dabei ein. Schön fand ich dabei auch, das ein Traum oder Wunsch nicht immer das Richtige sein muss, und man sich schlussendlich dann doch für das Richtige entscheidet, weil man seinem Herzen folgt.
    Petra Hülsmann schreibt in einen leicht, sogar manchmal beschwingten Schreibstil. Viel zu schnell liest man weiter und mag die Welt von Lena gar nicht verlassen. Charme und Humor wechseln sich hier gekonnt ab, denn Frau Hülsmann schafft eine wirklich gekonnte Umsetzung des Themas. Die Dialoge haben es mir dabei besonders angetan, denn sie sprühen gerade zu vor Witz. Eine Situationskomik nach der anderen ist hier nicht von der hand zu weisen. Wer hier nicht lacht ... ja dann weiß ich auch nicht. Die Pointen sind gezielt, nichts ist irgendwie platt. Nicht nur das: Die Autorin schafft es mir die Emotionen zu vermitteln. Lachen, weinen, traurig sein. Flirten, lieben und nachdenken. Ich denke, diese Liste lässt sich beliebig weit fortsetzen. Denn das Leben ist nun mal nicht rosarot. Dazu gehören Schicksale, die auch hier in diesen Roman nicht vergessen wurden. Familie, Krankheit, Karierre, alles ist vorhanden.
    Sehr authentisch der Mord an Klaus Dieter, der so überaus ehrlich war, das man selbst schon Lena anfeuerte, draufzuhauen. Spätestens da hatte die Autorin mich. Sollte sie da auch euch noch nicht erreichen, dann verspreche ich euch: Ein paar Sätze weiter hat auch sie euch. Knut ist eine wirklich fabelhafte Figur. Den mag man sofort. Er scheint jemand zu sein, den man auf der Straße trifft, der echter Hamburger ist und mit seinem hamburger Dialekt sprücheklopfende Weisheiten von sich gibt.
     Ja, er war mir sofort sympatisch. Und nicht nur er. Otto, den das Leben von allen am meisten gebeutelt hat, ist mindestens genauso ein Sympatieträger. Auch er wird eine wichtige Person im Leben unserer Lena.
    Die Figuren sind aus dem Leben. Zu schnell wünscht man sich, selbst Teil dieser Geschichte zu sein. Man mag sie oder man kann sie nicht leiden, aber allesamt sind sie realistisch gezeichnet. Alle haben ihre Ecken und Kanten und alle lernt man kennen. Vielleicht sind es auch ihre kleinen Eigenheiten, die man lieben muss. Vielleicht sind es doch die Menschen, die man treffen könnte, weil sie so aus den Leben gegriffen wurden.
    Natürlich darf ich die Beziehung zwischen Lena und Ben nicht vergessen. Hier aber nicht zu viele Worte, denn ich möchte ja auch nichts vorweg nehmen. Ein Schlagabtausch folgt dem anderen, eine witzige Situation folgt der nächsten. Knisternde Gefühle, Wut, um mal zwei Gefühle zu benennen. Ein Wechselbad, was sich die zwei da antun. Aber, es sind diese Dinge, die das Buch ausmachen. Es sind diese Situationen, die man lesen möchte. Ich kann nur jedem raten, sie auch beim Lesen zu geniessen.
    Klar könnte ich nun noch auf jede einzelne weitere Person eingehen, aber dann würdet ihr zu viele schon kennen. Ihr sollt sie natürlich alle selbst kennen und lieben lernen. 

    Ja und das Cover darf hier auf alle Fälle nicht fehlen. Es ist witzig und ein richtiger Hingucker. Das mag an der Farbwahl oder am Schriftzug liegen, vielleicht auch an der Titelwahl. Denn bisher hatten wir doch alle Hummeln im Hintern und noch nicht im Herzen ;-) Sehr zeitgemäß finde ich die gestrickte Hummel auf dem Cover. Momentan scheinen ja wirklich viele Leute so kleine Anhänger zu stricken, häkeln und nähen. Deswegen dürft ihr euch darauf freuen, am Ende des Buches einen Code vorzufinden, den ihr euch kostenlos zum nachhäkeln runterladen dürft. Bald gibt es viele viele Hummeln.

    Euch erwarten viele Gefühle und Emotionen, sehr guter Humor mit wortgewaltigen Dialogen, Charme und Liebe in all seinen Facetten.